Kultur & Freizeit in Berlin

Die härtesten Marathons der Welt

Wer sich und seine körperlichen und geistigen Grenzen im sportlichen Sinne testen möchte, nimmt an einem Marathon oder Ultramarathon teil. Der Ursprung des Marathonlaufes liegt im alten Griechenland. Im Jahr 490 v.Chr. lief der griechische Bote Pheidippides in zwei Tagen von Athen nach Sparta, um um Hilfe für den Krieg gegen die Perser zu bitten. 500 Jahre später wurde daraus in Erzählungen ein Lauf 40 Kilometern von Marathon nach Athen, um den Sieg der Athener zu verkünden. Der Läufer soll nach dem Ausruf: „Wir haben gesiegt“ tot zusammengebrochen sein.

Marathon? Das ist doch was für Langweiler. Beim Ultramarathon geht es über Stock und Stein und das noch über mehr als läppische 42,125 Kilometer. - fotolia - # 101901073 | Urheber: Brian Jackson
Marathon? Das ist doch was für Langweiler. Beim Ultramarathon geht es über Stock und Stein und das noch über mehr als läppische 42,125 Kilometer. – fotolia – # 101901073 | Urheber: Brian Jackson

Zu den olympischen Spielen 1896 in Athen fand der erste organisierte Marathonlauf statt. Die genaue Distanz, die ein Marathon haben sollte, stand lange nicht fest. Die Distanz war abhängig von Ziel, Startpunkt und der Beschaffenheit Geländes. Auch die etwas merkwürdige Zahl von 42.195 Kilometern, die der heutige Marathon hat, führt auf die Austragung eines Marathons von 1908 in Großbritannien zurück, dessen Start- und Zielpunkt bestimmte Punkte ausmachte. Er startete unterhalb der Terrasse des Palastes von Windsor und endete unter der königlichen Loge im Wembley Stadion. Eine Strecke von genau 42.195 Kilometern. Aber erst im Jahr 1921 kam es zur schriftlichen Fixierung der Strecke ­­durch den internationalen Leichtathletikverband. Der erste olympische Marathon mit dieser Distanz fand 1924 in Paris statt. Aber erst 1984 wurde der Marathon auch als olympische Disziplin für Frauen zugelassen.

Quelle: http://www.laufmarkt.de/In-Deutsch/Statistiken
Quelle: http://www.laufmarkt.de/In-Deutsch/Statistiken

Noch heute steigt das Interesse an Marathons weltweit. Große Städte führen jährlich große Marathon-Events aus, zu denen Tausende von Läufern und noch mehr Schaulustige anreisen. Den größten Marathon der Welt, trägt jährlich die Stadt New York aus. Hier bewerben sich mittlerweile jährlich über 100.000 Menschen, von denen nur ca. 60.000 an den Start gehen dürfen. Dieses Jahr haben 130.000 Menschen versucht sich anzumelden. Von den gestarteten Läufern ist die beachtliche Zahl von 51.388 Läufern ins Ziel gekommen. Der schnellste Mann, mit der Zeit von 2:07:51, war der Eritreer Ghirmay Ghebreslassie, der auch gleichzeitig der jüngste Gewinner ist. Bei den Frauen ging die Kenianerin Mary Keitany schon zum dritten Mal in Folge mit der Zeit von 2:24:26 als Siegerin ins Ziel.

Marathon – on the run - fotolia - #81715589 | Urheber: eyeQ
Marathon – on the run – fotolia – #81715589 | Urheber: eyeQ

Auch wir Deutschen laufen gern. Sehr gern sogar, denn jeder Dritte joggt. Immer mehr fühlen sich vom Reiz der körperlichen Herausforderung des Marathons angezogen. Die Zahl der Veranstaltungen ist dieses Jahr bundesweit auf über 200 Läufe angestiegen. Der größte davon ist der Berlin Marathon, der in diesem Jahr 58.903 Teilnehmer aus 122 Nationen hatte. Davon erreichten 35.999 Teilnehmer das Ziel – der schnellste von ihnen in ein wenig mehr als Weltrekordzeit. Kenenisa Bekele, dreimaliger Olympiasieger lief in 2:03:03 Stunden die zweitbeste Zeit in der Geschichte des Berlin Marathons und blieb damit nur 6 Sekunden hinter dem Berlin Sieger von 2014, Dennis Kimetto, zurück. Die schnellste Frau war Aberu Kebede aus Äthiopien, die in 2:20:45 das Ziel erreichte.

Quelle: http://www.hdsports.at/laufsport/events/marathon/11272-so-viele-menschen-liefen-2016-einen-marathon
Quelle: http://www.hdsports.at/laufsport/events/marathon/11272-so-viele-menschen-liefen-2016-einen-marathon

Ein Marathon darf aber nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Sehr gute Vorbereitung und intensives Training sind das A und O. Im Internet gibt es zahlreiche Websites, die maßgeschneiderte Trainingspläne und Informationen rund um das Laufen bereithalten. Wer das Trainingsprogramm jedoch nicht alleine bewältigen kann oder möchte, ist mit einem geschulten Trainer gut beraten. Eine weitere Trainingsmöglichkeit ist, sich einer Trainingsgruppe für Marathon anzuschließen. Dort lässt sich im gemeinsamen Training viel lernen und die Lauftipps, die erfahrene Läufer geben können, sind wertvoller als die meisten Infos im Netz.

 

Ultramarathon – Der härteste Marathon der Welt

„Nur die, die riskieren, zu weit zu gehen, können eventuell herausfinden, wie weit man gehen kann“, hat T.S. Eliot der Literaturnobelpreisträger einmal gesagt. Damit hat er die Grundeinstellung beschrieben, die jeder Ultramarathonläufer haben muss. Denn im Ultramarathon kann jeder Läufer seine Grenzen testen.

Ultramarathons sind per Definition alle Läufe, die eine längere Distanz als die 42,195 Kilometer des ursprünglichen Marathons haben. Das Streben des Menschen nach immer größeren Herausforderungen hat Ultramarathons ins Leben gerufen, die unglaubliche Fitness, sehr starkes Durchhaltevermögen und immense mentale Kraft erfordern. Alleine die Ultramarathonstrecken in Deutschland reichen von 45,3 Kilometern im Voralpenmarathon in Kempten, bis hin zu sagenhaften 661 Kilometern im Goldsteig Ultrarace, dem längsten Non-Stopp-Lauf Deutschlands.

Die Teilnahme an einem solchen Rennen verlangt langjährige Vorbereitung, viel Erfahrung und vollstes Commitment, beim Läufer und dem Team, das dahintersteckt. Auch die internationalen Ultramarathonstrecken sind nicht weniger beeindruckend. Der bekannteste deutsche Ultramarathonläufer ist Joey Kelly, der durch seine Teilnahme an den extremsten Rennen der Welt viel Aufmerksamkeit erregte. In Deutschland gibt es auch die DUV e. V., die Deutsche Ultramarathon Vereinigung e. V., deren Mitglieder alle aktive oder inaktive Ultramarathonläufer sind.

Viele Ultramarathonstrecken rühmen sich die Härteste zu sein. Beurteilen könnte dies wohl nur jemand, der an allen teilgenommen hat. Da es diesen Menschen nicht gibt, stellen wir hier eine Reihe von nationalen und internationalen Strecken vor, von denen jeder einmal gehört haben sollte.

 

Ultramarathon-Läufe in Deutschland

Tortour de Ruhr

Nein, es ist kein Tippfehler, denn dieser Ultramarathon ist eine wahre Tortur für Körper und Geist. Dieser Non-Stopp-Lauf über 230 Kilometern startet in Winterberg an der Quelle der Ruhr und folgt dem gesamten Lauf der Ruhr bis zu ihrer Mündung in den Rhein bei Duisburg. Diese Strecke ist auch bekannt als Ruhrtal Radweg. Läufer überwinden hier einen Höhenunterschied von 650 Metern.

Die Gewinnerin 2016 war Anja Tegatz mit ihrer Zeit von 29:54:16 Stunden. Etwas früher kam der Gewinner der Männer ins Ziel. Mit der Zeit 25:30:20 Stunden war Oliver Schoiber Gewinner des Rennens.

 

Bergischer Ultra

Ausgehend von der Jugendherberge in Lindlar ist dieser Marathon als Rundkurs ausgelegt. Über 245 km führt dieser Weg durch das Bergische Land. Das Zeitlimit 54 Stunden ist eine Herausforderung der sich die Läufer stellen müssen.

Malerische Idylle und sportliche Tortur – Der WiBolT hat beides in petto. fotolia - #85073571 | Urheber: mojolo
Malerische Idylle und sportliche Tortur – Der WiBolT hat beides in petto. fotolia – #85073571 | Urheber: mojolo

WiBoLT

Der WiBoLT ist ein Non-Stopp-Lauf über 320 Kilometer. Die Strecke führt auf dem Rheinsteig von Wiesbaden über Koblenz bis nach Bonn. Hier gilt es ungefähre 11.700 Meter Steigung zu überwinden. Das Zeitlimit von 90 Stunden lädt, trotz der schönen Ausblicke am Rande der Strecke, nicht zum Verweilen ein. Der Gewinner des Jahres 2016, Tobias Krumm, hat das Ziel nach 53:59 Stunden erreicht.

 

Goldsteig Ultrarace

Über stolze 661 Kilometern und 19.000 Höhenmetern führt Deutschlands längster Non-Stop-Lauf. Das Rennen folgt dem Verlauf von Deutschlands längstem Wanderweg, dem Goldsteig. Dieser durchweg markierte Wanderweg führt durch weitläufige Hügellandschaften und vorbei an Flüssen, Seen und Hochmooren. Auf diesem Weg ist Trittsicherheit gefragt, da einige Streckenabschnitte über den sprichwörtlichen Stock und Stein führen. Müssten die Teilnehmer des Goldsteig Ultraraces nicht innerhalb der Zeit von 192 Stunden ins Ziel gekommen sein, könnten sie diese herrliche Landschaft richtig genießen.

Die Gewinnerin des letzten Jahres, Anna Örsi aus Ungarn, hat es mit ihrer Zeit von 191 Stunden und 18 Minuten recht knapp geschafft innerhalb des zeitlichen Limits zu bleiben. Deutlicher war der Sieg von Róbert Kóvacs, der in der Gesamtwertung der Männer mit einer Zeit von 151 Stunden und 15 Minuten gewinnen konnte.

 

Ultramarathon-Läufe weltweit

Badwater Ultramarathon

Dieser Ultramarathon finden m Death Valley Nationalpark in Kalifornien statt und führt über eine Strecke von 217 Kilometer durch die Wüste. Nicht nur das extrem heiße und trockene Wetter, sondern auch die Steigung auf der Strecke setzt den Läufern zu. Gestartet wird bei 86 Meter unter dem Meeresspiegel und das Ziel liegt 2548 Meter darüber. Nicht, dass das schon hart genug wäre. Nein, das Rennen hat auch ein Zeitlimit von 60 Stunden. Die scheinbar endlosen Landstraßen entlanglaufen. Die Kulisse erinnert ein wenig an die berühmte Szene des Hollywood Filmes Forrest Gump, als Forrest in seinem Lauf von Küste zu Küste mit seiner Gefolgschaft durch die Wüste läuft.

Wüsten High-Way im Death Valley - fotolia #123409886 | Urheber: Tristan
Wüsten High-Way im Death Valley – fotolia #123409886 | Urheber: Tristan

Hardrock Endurance Run 100

Dieser Ultramarathon finden m Death Valley Nationalpark in Kalifornien statt und führt über eine Strecke von 217 Kilometer durch die Wüste. Nicht nur das extrem heiße und trockene Wetter, sondern auch die Steigung auf der Strecke setzt den Läufern zu. Gestartet wird bei 86 Meter unter dem Meeresspiegel und das Ziel liegt 2548 Meter darüber. Nicht, dass das schon hart genug wäre. Nein, das Rennen hat auch ein Zeitlimit von 60 Stunden. Die scheinbar endlosen Landstraßen entlanglaufen. Die Kulisse erinnert ein wenig an die berühmte Szene des Hollywood Filmes Forrest Gump, als Forrest in seinem Lauf von Küste zu Küste mit seiner Gefolgschaft durch die Wüste läuft.

Das in Colorado stattfindende Rennen wird als der härteste 100-Meilen-Lauf der USA bezeichnet. Über 160 Kilometer müssen die Läufer eine Steigung von 10.000 Metern überwinden. Das Gelände erfordert technisch gewandte Läufer. Am Wegesrand finden die Teilnehmer neben einzigartigen Ausblicken auch steile Abhänge und pure Wildnis. Die regelmäßig aufkommenden Stürme tun ihr Übriges dazu, das Rennen nicht einfach zu machen. Damit sich die Läufer nicht zu viel Zeit lassen können, gibt es ein Zeitlimit von 48 Stunden.

 

Barkley Marathon

Der berühmt berüchtigte Barkley Marathon wird auch als der härteste Marathon der Welt bezeichnet. Der Marathon geht über fünf Runden à ca. 32 Kilometern einer nicht markierten Strecke. Auf diesen 160 Kilometern müssen die Läufer dann 18.000 Höhenmeter überwinden – den Mount Everest hoch, runter und noch ein bisschen mehr.

Das Zeitlimit dieses Rennens liegt bei 60 Stunden, so dass den Läufern zwischen den Runden gerade mal Zeit zum Essen bleibt. Die Läufer dürfen, abgesehen von Stirnlampen, keine elektronischen Hilfsmittel mitnehmen. Orientierung gibt es nur per Kompass und Karte.

Es gibt jedes Jahr nur 40 Plätze, die sehr begehrt und schnell vergeben sind. Bewerber gibt es natürlich bedeutend mehr. Die Läufer bewerben sich zur Teilnahmen an diesem Marathon. Dazu muss jeder Bewerber einen Aufsatz mit dem Thema: „Warum sollte ich am Barkley Marathon teilnehmen dürfen?“ verfassen. Ist ein Teilnehmer dann akzeptiert, bekommt er als Antwort ein Beileidsschreiben mit der Zulassung zum Barkley Marathon. Die Teilnahmegebühren belaufen sich auf 1,60 USD und ein Geschenk für Gary Cantrell, dem Begründer und Veranstalter des Marathons. Cantrell gibt jedes Jahr kurz vor dem Rennen an die Teilnehmer bekannt, was er sich in diesem Jahr als Geschenk wünscht. Das sind in aller Regel sehr praktische Dinge, wie in einem Jahr ein Hemd pro Teilnehmer oder auch ein Paar Socken pro Teilnehmer.

Die mehrfach ausgezeichnete Doku zum Ultramarathon „The Barkley Marathons – The Race That Eats its Young“ zeigt auf beeindruckende Art wie unglaublich herausfordernd dieses Rennen ist. Die meisten Teilnehmer schaffen es nicht ins Ziel.

 

Jungle Marathon

Das ist ein Marathon der besonderen Art. Er führt über seine 254 Kilometer durch den Dschungel Brasiliens. Über sechs Etappen müssen sich die Teilnehmer bei diesem Lauf durch den unbarmherzigen Dschungel, mit all seinen Tücken und Bewohnern, kämpfen. Während die Läufer sich durch den Schlamm der Sümpfe kämpfen, halten sie Schlangen, Krokodile, Blutegel und Unmengen an Moskitos und die restliche Tierwelt des Dschungels auf Trapp. Wer Angst vor Insekten und kleinen Kriechtieren hat, sollte diesem Marathon besser fernbleiben.

Yukon Arctic Ultra

Kanada ist der Austragungsort für den wohl kältesten und härtesten Ultramarathons der Welt. Die Distanz, die es zu überwinden gilt, sind 700 Kilometer über 6.000 Höhenmeter. Der Yukon ist nicht gerade für seine mollig warmen Zimmertemperaturen bekannt. So schafft er für die Teilnehmer des Laufs wirklich harte Bedingungen. Die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen –12° und –25°C. Frostbeulen und Unterkühlung drohen. Die Läufer müssen ihre vorgeschriebene Ausrüstung selbst auf einem Schlitten hinter sich herziehend mitnehmen. Diese extreme körperliche Belastung und die unausweichliche Kälte sind eine unglaubliche Kraftprobe für alle Teilnehmer.

Yukon im Winter - fotolia #102169061 | Urheber: jeanchristophe1
Yukon im Winter – fotolia #102169061 | Urheber: jeanchristophe1

 

Spartathlon

Wer diesen Ultramarathon in Griechenland schafft, hat schon fast den Aufstieg in den Götterhimmel verdient. 246 Kilometer in einer Etappe, ein Anstieg von 1.200 Höhenmetern, das Zeitlimit von 36 Stunden und sehr kurze Ruhepausen müssen die Teilnehmer meistern um ins Ziel zu kommen. Der Urvater dieser Strecke ist der griechische Bote Pheidippides. Er sollte 490 v. Chr. von Athen nach Sparta laufen, um Hilfe für den Krieg gegen die Perser anzufordern. Laut der Überlieferung hat er diese Strecke in zwei Tagen geschafft.

 

La Ultra 333

Sein Spitzname „The High“ lässt erahnen was die Teilnehmer dieses Ultramarathons im indischen Himalaya erwartet. Höhenmeter um Höhenmeter werden auf der Strecke von 333 Kilometern überwunden. Es gibt 5000-Meter-Pässe, die zwischen den Läufern und dem Ziel stehen. So viele Höhenmeter stehen aber auch für viele gute Ausblicke auf die massiven Berge des Himalayas. Bedrohlich für die Läufer können Höhenkrankheit, Sauerstoffmangel und der Wechsel zwischen Kälte und Hitze. Zusätzlich besteht noch ein Zeitlimit von 72 Stunden.

 

Transpyrenea

Mit Abstand ist dies wohl der längste Ultramarathon Europas. Dieses gewaltige Rennen folgt dem Wanderweg LE GR 10 durch die französischen Pyrenäen. Der Start ist am Mittelmeer und das Ziel ist am Atlantik erreicht. So einfach! Sagenhafte 866 Kilometer und 65.000 Höhenmeter Qual der Superlative. Natürlich gibt das Zeitlimit von 400 Stunden den Läufern noch den besonderen Kick.

Quelle: http://www.hdsports.at/laufsport/events/marathon/11272-so-viele-menschen-liefen-2016-einen-marathon
Quelle: http://www.hdsports.at/laufsport/events/marathon/11272-so-viele-menschen-liefen-2016-einen-marathon

 

Die verrücktesten Marathons der Welt

Was für viele langweiliger und eintöniger Rhythmus eines Marathons ist, das finden andere entspannend. Ein Marathon muss aber nicht langweilig sein, wie die Liste folgender ungewöhnlicher Marathons beweisen kann.

 

Great Wall Marathon – Eine Runde auf dem Weltkulturerbe laufen?

Eine Kulisse der Superlative, der Marathon auf der Chinesischen Mauer. Eine sehr anspruchsvolle Strecke mit vielen Steigungen, Neigungen und 5.164 Stufen. Der schnellste Mann mit der Zeit von 3:30:49 Stunden war Jason Chen aus China. Hannah Andras Muir Hutchinson war mit ihrer Zeit von 4:25:35 Stunden die schnellste Frau.

 

Darmstädter Knastmarathon – Lauf hinter Gittern

In der hessischen JVA in Darmstadt laufen Insassen und Besucher zusammen im Hof der Anstalt gemeinsam die 24 Runden von jeweils 1,758 Kilometern. Eine ungewöhnliche, aber wahrscheinlich nicht so reizvolle Kulisse.

 

Spitzbergen – schön und kalt

In Spitzbergen findet alljährlich der nördlichste Marathon der Welt statt. Die eisig schöne Kulisse der Eisberge bei einer Temperatur um den Gefrierpunkt geben dem Marathon ein besonderes Flair. Start und Ziel sind in Longyearbyen, der Hauptstadt von Spitzbergen. Dieser Marathon hat ein Zeitlimit von sechs Stunden.

Laufen bei Eis – Das geht beim Marathon Spitzbergen – pixabay | Urheber: malerin
Laufen bei Eis – Das geht beim Marathon Spitzbergen – pixabay | Urheber: malerin

E.T. Full Moon Midnight Marathon – In der Nacht durch die Wüste

Die Strecke führt vorbei an der berühmten Area 51. Teilnehmer verkleiden sich deshalb für den Lauf gerne als Aliens. Da die Wüste Nevadas am Tag Temperaturen aufweist, bei denen ein Marathon mehr eine Qual ist, geht es bei diesem Marathon erst um Mitternacht los.

 

Médoc-Marathon – Laufen mit Promille

Der Sport für Weintrinker schlechthin. Die Strecke führt durch die malerische Landschaft der Weingüter der Gemeinde Pauillac auf der Médoc-Halbinsel bei Bordeaux. Der Marathon hat jedes Jahr ein anderes Thema zu dem sich die Läufer dann kostümieren können. An den Versorgungsstationen gibt es nicht nur die für einen Marathon übliche Verpflegung, sondern auch den regionalen Wein. So kommt der eine oder andere Läufer mit einigen Promille ins Ziel. Trotz des großen Spaßfaktors hat dieser Lauf ein Zeitlimit von 6:30 Stunden.

 

Merkerser Kristall-Marathon – Glück auf! Beim Marathon

In 500 Metern Tiefe ist das Wetter egal. Unter Tage herrschen ganzjährig angenehme Temperaturen von 21 bis 28°C. Aufgrund des spärlichen Platzangebotes ist die Teilnehmerzahl auf 500 begrenzt. Helm und Stirnlampe sind ein Muss. Die Läufer müssen auf 13 Runden 750 Höhenmeter überwinden.

Istanbul Marathon – Vom Abendland ins Morgenland

Zu Fuß von Europa nach Asien – möglich ist dies beim Istanbul Marathon – pixabay | Urheber: Evro-photography
Zu Fuß von Europa nach Asien – möglich ist dies beim Istanbul Marathon – pixabay | Urheber: Evro-photography

Der einzige Marathon, der über zwei Kontinente führt. Die Strecke verbindet die europäische mit der asiatischen Seite des Bosporus. Einzigartig ist auch das Bild, das die Strecke prägt. Vorbei an Moscheen, Basaren und alten Stadtmauern prägt dieser Lauf eine spezielle Erinnerung.

 

Extrem-Hindernislauf weltweit – nichts für Schlammempfindliche

Der neueste Trend in der Läufer-Welt sind Extrem-Hindernisläufe. Hier müssen die Kontrahenten nicht nur Laufen, sondern auch als Team oder Einzelperson Hindernisse überwinden. Neben Kondition gehören auch Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Balance und Koordination zu den Fähigkeiten, die unbedingt bei einer Teilnahme an einem Extrem-Marathon zu beherrschen sind. Charakteristisch sind Wasserhindernisse, wie Tauchstrecken, Bäche und Flüsse zur Überquerung, Sprünge aus mehreren Metern Höhe ins Wasser und breite Wassergräben, die durchschwommen werden müssen. Häufig aufgestellte Hindernisse können Mauern, Seilklettern, Bretterwände, Kriechstrecken und Mauern sein. Es kann aber auch sein, dass sich mal brennendes Stroh oder Reifenbarrikaden den Weg versperren.

Besonders harte Extrem-Hindernisläufe sind das Tough-Guy-Race, das jährlich in Birmingham, Großbritannien stattfindet. Die als kurz erscheinende Distanz von 15 Kilometern wird immer wieder von den 21 tückischen Hindernissen des Rennens unterbrochen. Beim Braveheartbattle in Deutschland geht es darum auf den 30 Streckenkilometern alle der 50 künstlichen und natürlichen Hindernisse zu überwinden. Etwa fünf Prozent der an den Start gegangen Läufer beendet das Rennen nicht am Ziel. Das Spartan Race wird 170 Mal im Jahr in 25 unterschiedlichen Ländern veranstaltet. Bis zu 60 Hindernisse müssen die Teilnehmer überwinden. Schafft ein Läufer ein Hindernis nicht, muss er sofort 30 Straf-Burpees machen.

Es gibt auch Extrem-Hindernisläufe, die nicht so extrem sind, sich aber für einen guten Zweck einsetzen. Ein gutes Beispiel ist das Muddy-Angel-Race, das nicht so sehr den sportlichen Wettkampf im Hintergrund hat, sondern den Zusammenhalt im Team und den Kampf gegen Brustkrebs. Die Strecke mit ihren Schlammbecken und Hindernissen wird aber nur von Frauen bestritten. Das lustige Spektakel wird am Streckenrand durch Musik und kühlen Getränken begleitet.

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