Indie-Pop

Die Night Moves spielen im Maze

Night Moves entführen uns auch im Herbst in einen Spätsommerabend

Elise Tyler

Night Moves heißt das Pop-Duo, das eine Art von Musik macht, zu der man sich tatsächlich gerne nächtens durch die Welt bewegen würde – sofern es sich dabei um einen luftigen, leicht bekifft-melancholischen Spätsommerabend handeln. Das Schwüle, Verruchte oder Abgründige, das auch in der Idee der Nacht steckt, kommt in den fluffigen Songs der Band dagegen eher nicht vor. Night Moves widmen sich den hellen, leicht psychedelischen Momenten.

Kennengelernt haben sich John Pelant und Micky Alfano jedoch nicht in einer Sommernacht, sondern an der Highschool, im oft verschneiten Minneapolis. Ihr Debüt „Pennied Days“ veröffentlichten sie 2011 gratis über Bandcamp und generierten so viel Aufmerksamkeit, dass das geschmackssichere Indie-Label Domino sie umgehend unter Vertrag nahm. Das Album wurde in überarbeiteter Form noch einmal veröffentlicht.

Vom Folkpop ihrer frühen Tage entfernten sie sich dann aber: Im Nachfolger steckten die frühen MGMT und 80ies-inspirierte Synthiepop-Momente ebenso wie Glam-Fun a la T.Rex oder Clever-Pop von Prefab Sprout – auch wenn das Songwriting der beiden an solche Referenzen doch nicht heranreicht. Richtig im Ohr hängen bleiben die Stücke ihres dritten Albums „Can You Really Find Me“ jedenfalls nicht. Doch in einer lauen Sommernacht geht es ja um das Jetzt, den schönen Moment. Und ein solcher könnte das Konzert auf jeden Fall werden – allein, weil man sich mit dieser Musik noch eine Prise Sommer in den Herbst holen kann.Stephanie Grimm

Maze Mehringsdamm 61 , Kreuzberg, Mo 28.10., 20 Uhr, VVK 17,70 € zzgl. Gebühren

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