Fernsehserie

Dieses Berlin existiert: „4 Blocks“-Drehbuchautoren im Gespräch zum Start der zweiten Staffel

Die Drehbuchautoren Hanno Hackfort, Richard Kropf und Christoph Bob Konrad haben die Fernsehserie „4 Blocks“ geschrieben. Wir haben das Trio zum Start der zweiten Staffel in deren Büro in Prenzlauer Berg getroffen. Ein Gespräch über Clan-Kriminalität und arabische Großfamilien, Authentizität vs. Fiktion, die Heroisierung von Gewalt und das Hipster-Neukölln

Richard Kropf, Bob Konrad und Hanno Hackfort (von links) (HARIBO)

Wie realistisch ist 4 Blocks?

Richard Kropf: Wir werden häufig mit der Frage konfrontiert, wie realistisch das ist. Wir haben lange recherchiert und uns von der Realität inspirieren lassen, aber alle Figuren in der Serie sind ausgedacht. Es gibt keine Überschneidungen mit real existierenden Figuren. Allerdings haben wir uns bemüht, ein authentisches Bild zu zeigen.

Christoph Bob Konrad: Die Geschichte die wir uns ausgedacht haben ist rein fiktiv. Wir haben einen Erzählbogen konzipiert, den wir mit Rechercheergebnissen angereichert haben. Wir sind aber nicht auf die Straße gegangen, haben uns Geschichten angehört und daraus „4 Blocks“ gebaut. Es war genau anders herum.

Wie haben Sie überhaupt zu der Thematik recherchiert?

Richard Kropf: Wir haben zuerst mit Journalisten gesprochen, die dazu gearbeitet haben. Von denen haben wir Namen bekommen, zu Politikern, weiteren Journalisten, Rechtsanwälten. Wir sprachen mit Mitarbeiterinnen von einem arabischen Frauenverein. Am Ende gab es auch Kontakte zu Leuten aus dem Milieu, die sich an der Schnittstelle zu den Clans bewegen. Keine direkten Familienmitglieder. Unser Interesse rührte aber auch daher, dass es Anfang der 1990er-Jahre in Berlin Jugendgangs gab, wie die 36 Boys und die Wedding Panthers. Das waren türkisch-arabische Gangs. Wir haben uns gefragt, was aus diesen Kids geworden ist. Diesen Background haben wir am Ende nur noch in einer Nebengeschichte erzählt – Toni und Vince hatten etwa eine gemeinsame Vergangenheit in einer Jugendgang in den 1990er Jahren – und die Geschichte selbst in der Gegenwart verortet. Ursprünglich wollten wir außerdem die Rolle des Undercover-Polizisten Vince mehr in den Mittelpunkt stellen, da in Deutschland gerne Ermittlergeschichten erzählt werden. Der Sender selbst hat aber vorgeschlagen, den Schwerpunkt auf das Innenleben der Familien zu legen. Das fanden wir spannend, weil die Schlagzeilen in den Zeitungen immer nur von der Gewalt handeln. Wir wollten aber zeigen was dahinter passiert. Wie sieht das Leben dort aus?

Kann man hier von Parallelgesellschaften sprechen?

Christoph Bob Konrad: Ganz eindeutig. Das sind ja zum Beispiel alles keine Libanesen. Die Familien kamen aus abgelegenen, arabisch-sprechenden Enklaven in der Türkei, und aus Palästina und sind erst in den Libanon geflohen wo sie in Flüchtlingslagern eingesperrt waren und so auf die Familien zurückgeworfen waren. Dann sind sie von dort weiter nach Deutschland geflohen wo sie anfangs auch stark ausgegrenzt wurden, teilweise nicht beschult. Weil man sie schnell wieder loswerden wollte. So wurden diese Familien in die Isolation reingetrieben.

Hanno Hackfort: Die Kinder durften nicht in die Schule, die Erwachsenen durften nicht arbeiten, der Aufenthaltsstatus blieb unklar, es gab keinen Kontakt zur deutschen Mehrheitsgesellschaft. Das heißt nicht, dass diese Familien zwangsläufig kriminell werden mussten. Eine Wahl hat man immer. Aber die politischen, sozialen und rechtlichen Voraussetzungen, die damals herrschten, haben das Entstehen einer Parallelgesellschaft sicherlich begünstigt.

Wäre es tatsächlich möglich, so wie in Staffel 1 geschehen, einen deutschen Polizisten in einem kriminellen arabischen Clan einzuschleusen?

Richard Kropf: Grundsätzlich herrschen Familienstrukturen, aber es gibt auch in der Realität Beispiele, in denen außenstehende in den engeren Kreis aufgenommen werden. Wir erzählen ja von der alten Freundschaft von Abbas, Toni und Vince. Und Vince war für Toni der Bruder, den er nie hatte sich aber wünschte, weil Abbas eben lieber seine Fäuste benutzte statt seines Verstandes.

Lassen Sie sich auch von aktuellen Ereignissen inspirieren? Wird die Ermordung von Nidal R. und das Begräbnis eine Rolle in Staffel 3 spielen können?

Richard Kropf: Wir bemühen uns, nicht auf diese tagesaktuellen Nachrichten einzugehen. Wir denken beim Weiterentwickeln der Geschichte aus unseren Figuren heraus und fragen uns, wie die Figuren in den jeweiligen Situationen handeln könnten. Das hat jedoch zur Folge, dass sich das mit der Realität decken kann. Weil die Schlüsse, die wir als Drehbuchautoren ziehen naheliegend sein können und dass in Wahrheit ähnliche Schlüsse von den Familienmitgliedern gezogen werden könnten. Wir schauen aber nicht in die Zeitung und sagen, jetzt erzählen wir die Geschichte von der Goldmünze.

Christoph Bob Konrad: Davon abgesehen gibt es aber Ereignisse von denen wir sagen, das sind schon Bilder, die wir gerne erzählen wollen. Eine Beerdigung mit 2000 Leuten zum Beispiel kann so ein Bild sein. So eine Beerdigung gab es ja schon einmal vor zwei Jahren, da ist ein Familienmitglied bei einem Autounfall umgekommen. Da haben wir gesagt, das ist ein starkes Bild, dass wir verwenden wollen, aber wir lösen es komplett aus den tatsächlichen Geschehnissen heraus und bauen es in unseren fiktionalen Kontext ein.

Hanno Hackfort: Auch der Schuss durch die Tür, als Abbas in der ersten Staffel durch eine geschlossene Tür auf einen Polizisten schießt. So etwas ist ja mal tatsächlich passiert, da wurde der Polizist nur verletzt. Wir haben dieses Bild aber genommen und es ganz anders verwendet.

Abbas im Gerichtssaal. Foto: TNT

Welche Rolle spielt Berlin für „4 Blocks“?

Hanno Hackfort: Eine große Rolle. Das geht um Authentizität. Uns ist es wichtig, dass wir in der Erzählung und der Darstellung authentisch sind. So dass man es wirklich verorten kann und sagt, das könnte so tatsächlich am Kottbusser Tor oder in der Sonnenallee geschehen. Wir erzählen eigentlich eine sehr universelle Geschichte von zwei Brüdern, um Liebe Hass und Verrat, die aber diesen besonderen Impact erst erfährt wenn sie irgendwo glaubwürdig angesiedelt ist und nicht in einer fiktiven behaupteten Welt stattfindet.

Christoph Bob Konrad: Dieses Berlin existiert. In der Presse wird dann von so genannten No-Go-Areas gesprochen. Das ist natürlich vollkommener Quatsch, das weiß jeder, der in Berlin wohnt und gerne mal über die Sonnenallee läuft. Es ist aber da im positiven wie auch im negativen Sinne. Ich finde es wunderbar über die Sonnenallee zu laufen, es hat einen Flair, es ist bunt, schön, multikulturell klingt jetzt komisch, aber es stimmt. Aber es hat eben auch die andere Seite.

Richard Kropf: Die erste Folge der ersten Staffel beginnt ja mit diesem Gefühl für die Stadt, für Neukölln. Wir schildern dieses bunte Bild von Neukölln, versuchen sogar die Gerüche, die Temperatur zu zeigen. Aber dieses bunte Bild kann eben in Sekunden kippen und in einem Drogendeal münden. Es gibt ja vermutlich keine andere Gegend in Berlin, wo man so leicht an Drogen kommt.

In Staffel 1 wird ein Hipster-Barkeeper bedrängt und zum Aufstellen von Spielautomaten gezwungen. Angeblich werden die Hipster in Neukölln aber in Ruhe gelassen. War das einfach nur ein kleiner Gag?

Richard Kropf: Im Zuge der Recherche, wenn wir mit den Leuten aus der Community gesprochen haben, wurde immer wieder gesagt, diese Hipster gehen uns total auf die Nerven, die versauen uns das ganze Geschäft. Das ist ein toller Konflikt, dass sich die ehemaligen Flüchtlinge hier plötzlich mehr zuhause fühlen als irgendwelche Hipster, die hier vor fünf Jahren wegen dem Lifestyle hergezogen sind und jetzt in Neukölln eine Bar betreiben.

Hanno Hackfort: Es geht auch um das Gefühl von Zugehörigkeit und Toni sagt es auch in einer Szene: Ist das hier noch mein Berlin? Ist das noch das Neukölln in dem ich groß geworden bin? Die Veränderung der Stadt schwingt schon mit.

Richard Kropf: Auch die arabischen Familien fühlen sich hier sehr heimisch und auch sie blicken mit viel Skepsis auf die Veränderungen. So wie sie mal von anderen Leuten mit Skepsis angeguckt wurden, als sie angekommen sind. Es ist ein Klischee aber Berlin ist eine Stadt im Wandel und in Neukölln und Kreuzberg zeichnet sich dieser Wandel besonders deutlich ab.

Toni. Foto: TNT

Halten Sie es für problematisch, die Clankriminalität zu heroisieren?

Richard Kropf: Wir zeichnen diese Realität nach und liefern eine Interpretation, in dem wir sagen, dass diese Kriminalität am Ende ein Negativgeschäft ist. Toni verliert ja sehr viel und es zeigt sich schon früh, dass es ein Weg nach unten ist, was sich in der zweiten Staffel fortsetzt. Es gibt natürlich diese Momente, wenn da die Leute mit dicken Autos herumfahren und Rolex-Uhren tragen und viel Geld haben. Ja, das ist da, aber wir heroisieren das nicht.

Christoph Bob Konrad: Es gibt natürlich einzelne Elemente, die Spaß machen beim Zugucken. Aber es war uns wichtig zu zeigen, dass auch über diesen scheinbar guten Momenten, eine ständige Bedrohung liegt. Etwa wenn Toni mit seiner kleinen Tochter auf dem Balkon steht und dann sieht wie das SEK vorfährt. Es ist kein Leben, mit dem man dauerhaft glücklich werden kann.

Wie haben Sie die Rollen gecastet, die Schauspieler sehen teilweise recht gefährlich aus.

Richard Kropf: Wenn man die Serie schreibt, kann die ganze Sache schnell in die Hose gehen, wenn das nicht authentisch rüberkommt. Man kann die Dialoge auch nicht so schreiben, wie die dann gesprochen werden. Wenn man es versucht, liest sich das wahnsinnig albern.

Hanno Hackfort: Es ist ja so, hier sitzen drei weiße Männer und schreiben über arabische Clans. Deshalb wurde bei der Umsetzung darauf geachtet, dass wir uns den Rat von Menschen holen, die genau wissen, wie die Dinge auf der Straße formuliert werden. Auch unsere Schauspieler haben eine große Glaubwürdigkeit. Die Rapper Veysel, Gzuz, Gringo und Massiv, die ja mitspielen, sind in der Community sehr bekannt. Die haben dann aus unseren Hochdeutschen Texten ihre Sprache gemacht.

Wie wichtig ist Hip-Hop für die Clans?

Christoph Bob Konrad: Das ist verbunden, vor allem wenn es um Gangster-Rap geht. Fast jede Familie hat ja ein eigenes Musiklabel und eigene Künstler unter Vertrag. Das gehört zusammen. Die Videos der Rapper sind ja eigentlich kleine Gangsterfilme. Es ist ein zentraler Punkt des Lebensstils. Wenn die da mit ihren Autos durch Neukölln fahren und die Scheiben runterlassen ist es wahnsinnig wichtig, welche Musik läuft. Toni ist ja schon etwas älter und dem Hip-Hop entwachsen, aber für die Jüngeren ist die Kultur enorm wichtig.

Wäre „4 Blocks“ ohne den Hauptdarsteller Kida Khodr Ramadan denkbar?

Hanno Hackfort: Nein, überhaupt nicht. Es stand schon sehr früh fest, dass Kida Toni spielen wird. Dadurch, dass Kida in Kreuzberg und Neukölln aufgewachsen ist und das Leben dort kennt, konnte er viel Input geben. Es gibt nicht viele Schauspieler, die diese Geschichte in sich tragen – Libanese, Flucht, Neukölln – er trägt diese Geschichte in sich. Und er hat aufgrund seiner Persönlichkeit, seiner Wärme und seines Humors eine Note reingebracht, die die ganze Rolle bereichert hat. Er prägt unbestreitbar die Serie. Trotzdem ist „4 Blocks“ natürlich ein klares Ensemblestück.

In der zweiten Staffel geht Ihr auf die aktuelle Flüchtlingssituation ein. Auf der einen Seite kümmert sich Tonis Frau um geflüchtete Frauen in einer Unterkunft, auf der anderen Seite versuchen Clanmitglieder junge Geflüchtete zu rekrutieren. Und Toni vermietet Wohnungen an Geflüchtete. Das Verhältnis der einst geflüchteten zu den Neuankömmlingen scheint differenziert zu sein. Würden Sie dem zustimmen?

Richard Kropf: Wir haben das Drehbuch zur ersten Staffel geschrieben, bevor es in Deutschland mit der Flüchtlingsdebatte so richtig losging, also vor 2015. In der zweiten Staffel ist es einfach ein so omnipräsentes Thema, nicht nur für uns, sondern auch für die arabische Community und für die Clans.

Christoph Bob Konrad: Da spielt auf der einen Seite Neid eine Rolle, weil die Flüchtlinge aus Syrien viel schneller einen Aufenthaltsstatus bekommen, als sie damals, obwohl sie vor 20 Jahren oder mehr hier sind. Wir haben uns aber auch von einem Zeitungsartikel inspirieren lassen, in dem von Clanfrauen berichtet wurde, die in Flüchtlingsunterkünften arbeiten. Und da hieß es, die wollen nur rekrutieren. Wir haben uns dann gefragt, wollen sie wirklich nur rekrutieren oder wollen sie helfen? Vermutlich stimmt beides.

Richard Kropf: In dem Moment in dem der Staat es nicht schafft, sich um minderjährige Flüchtlinge zu kümmern, sehen die Clans durchaus eine Chance billige „Arbeitskräfte“ zu bekommen,.

Gerade gingen Meldungen von Immobilien im Wert von vielen Millionen Euro, die von arabischen Clans beschlagnahmt wurden. Auch Toni investiert in Häuser. Wie schätzen Sie die Entwicklung der Clans in Berlin ein, wird sich professionalisiert und bekommen Immobiliengeschäfte mehr Bedeutung als etwa Drogen oder Prostitution?

Richard Kropf: Das ist ja bekannt, dass Clans viel Geld in Immobilien investieren. Darum geht es auch in der zweiten Staffel, Toni besitzt Häuser und will auch bauen. Es geht aber nicht nur ums Geschäft sondern auch um Anerkennung. Es zählt einfach mehr wenn man Immobilien besitzt als wenn man immer nur mit Drogen in Verbindung gebracht wird.

Christoph Bob Konrad: Das bespielt auch das Flüchtlingsthema mit. Man kauft Grund und Boden an dem Ort wo man ist und kommt dadurch an. Es ist der Wunsch, auch in der Figur von Toni, anerkannt zu werden, dazuzugehören, anzukommen, sesshaft zu werden. Eine Immobilie ist ein Bild dafür.

Kutscha, Kemal, Toni. Foto: TNT

Bekommen Sie Reaktionen aus der Community und dem Clan-Umfeld?

Hanno Hackfort: Wir haben die erste Staffel im Gefängnis in Moabit präsentiert. Das war spannend. Natürlich haben uns die Häftlinge gesagt was unrealistisch ist, aber das war erstaunlicher Weise wenig. Besonders schön waren die Reaktionen auf Toni, als der in der ersten Staffel aus dem Gefängnis entlassen wird und nachhause kommt und Ärger mit der Frau bekommt. Das kannten die Jungs im Knast auch.

Die Frauen in „4Blocks“ sind sehr stark, geradezu emanzipiert. Ist das auch in Wirklichkeit so?

Hanno Hackfort: Man darf nicht generalisieren, aber die Frauen haben zuhause oft die Hosen an, obwohl die Gesellschaft natürlich absolut getrennt ist. Die Frauen in „4 Blocks“ sind schon bigger than life, es sind starke Frauen, die auch aus dem Haus gehen und damit sind sie Ausnahmen. Es gibt solche Frauen aber sie sind alles andere als die Regel.

Richard Kropf: Ich spreche gerne auch mit Taxifahrern, die manchmal Kontakt haben zu diesem Milieu, über die Serie. Die sagen oft: das war aber nicht realistisch! Wenn man dann nachfragt, geht es um ganz kleine Details. Das große Bild stimmt schon, es geht eher um einzelne Sätze, die denen gefehlt haben.

Hanno Hackfort: Uns hat schon sehr gefreut, wie gut die Serie ankommt. Vom Feuilleton der FAZ bis zum kleinen Dealer auf der Straße. Nur die ZITTY hat negativ geschrieben (lacht).

Christoph Bob Konrad: Für die Community ist es wichtig, dass hier erstmals etwas aus ihrer Sicht dargestellt wird. Es geht nicht unbedingt um das Verbrechen sondern, dass ihre Welt im Mittelpunkt steht und nicht der Blick von Aussen. Plötzlich wird da etwas aus ihrer Perspektive erzählt. Denn das gibt es nicht so oft im deutschen Fernsehen.

Mit der fiktiven Erzählung von dem Innenleben der arabischen Clans prägen Sie ja auch den Blick wie man als Außenstehender mit dem Thema umgeht, wobei Realität und Fiktion dabei verschwimmen. In etwa so wie „Der Pate“ oder „Gomorra“ unsere Idee von der italienischen Mafia geprägt haben. Würden Sie dem zustimmen?

Christoph Bob Konrad: Das ist schon die Gefahr. Es vermischt sich auch in der Presse. Es wird über die Realität berichtet und dann heißt es in den Artikeln oder Dokumentationen, das ist wie in „4 Blocks“. Aber es ist umgekehrt, „4 Blocks“ ist, wenn überhaupt, so wie die Realität und nicht die Realität wie „4 Blocks“. Was wir machen ist Fiktion, wir dramatisieren, wir bauen einen narrativen Bogen. All das hat die Realität nicht.

Richard Kropf: Diese Durchmischung ist befremdlich. Neulich lief eine Reportage über Clan-Kriminalität und die beginnt mit Drohnenaufnahmen über Neukölln und Gangster-Rap. Da sieht aus wie der Vorspann von „4 Blocks“.

Christoph Bob Konrad: Was wir machen ist Fiktion. Spannend für den Zuschauer ist aber, dass er in eine fremde Welt, die eigentlich unerreichbar ist, plötzlich Eintritt bekommt und plötzlich im Wohnzimmer oder bei einer Hochzeit oder im Hinterzimmer steht.

Wie geht es mit 4 Blocks weiter?

Richard Kropf: Darüber müssen andere entscheiden. Der Stoff lässt würde weitere Staffel tragen, die wir sehr gerne erzählen würden.

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