Berlinale 2018 – Interview

Eine Art Förderung

Restaurierte Filmgeschichte wird immer wichtiger, mit den Berlinale Classics bekommt sie sogar einen eigener ­Programmplatz. Ein Gespräch mit Connie Betz von der Deutschen KinemathekFrau Betz, wie kam es, dass restaurierte Filme mit den Classics innerhalb der Berlinale-Retrospektive eine eigene Plattform bekommen haben?
Connie Betz Das hat ganz klar mit der digitalen Restaurierung zu tun, die sich in den letzten ungefähr 15 Jahren entwickelt hat. Wir haben im Rahmen der Retrospektive schon immer zwei bis drei restaurierte Filme als Sondervorführungen gezeigt, die nicht zum eigentlichen Thema gehörten. Das waren in der Regel noch analoge Restaurierungen. Im Zuge der Digitalisierung wurden uns dann immer mehr interessante Filme angeboten, die sich nicht wirklich in die Retrospektive integrieren ließen. Die Filme haben dann auch eine größere Aufmerksamkeit erfahren, denn dank der Digitalisierung wird ja auch oft eine DVD- oder Blu-ray-Edition erstellt. Das alles hat uns dazu bewogen, dem mehr Platz einzuräumen.

Commie Betz Connie Betz arbeitet seit 2003 bei der Deutschen Kinemathek und ist dort als Programmkoordinatorin und Ko-Kuratorin filmhistorischer Reihen tätig.
Foto: Erik Weiss

Aus wie vielen Projekten können sie auswählen?
Die Anzahl steigt ständig, das merken wir auch bei Festivals, die vergleichbare Programme spielen. Wir haben in diesem Jahr 40 Filme vorgeschlagen bekommen, das werden jedes Jahr ungefähr zehn mehr. Und wenn man die Angebote an Filmen dazu zählt, die bereits bei einem anderen Festival ihre Erstaufführung hatten, sind es noch mehr.

Gibt es eine Idee, die Sie dem Berlinale-Publikum in filmhis­to­rischer Hinsicht vermitteln wollen?

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