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Eine filmreife Tour durch Schöneberg

Treffpunkt der Führung durch den Kiez, der den deutschen Regisseur Lars Kraume seit jeher so inspiriert hat, war einer der schönsten Plätze Schönebergs und ganz Berlins: der Viktoria-Luise-Platz im Bayerischen Viertel. Einer der cinephilen Teilnehmer wusste sofort zu berichten, dass Billy Wilder hier einst in der Nummer 11 gewohnt hat. Auch für Lars Kraume war der Platz ein Ort mit wichtigen Erfahrungen. Hier drehte er „Die kommenden Tage“ mit Daniel Brühl und weiteren Stars des Deutschen Films und einem großen Produktionsbudget. Lars Kraume wurde in Italien geboren und wuchs in Frankfurt am Main auf. Im Jahr 1994 zog er für sein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie nach Berlin. Er wohnte in verschiedenen Kiezen in Berlin, aber hier, im Bayerischen Viertel und gleich um die Ecke vom Viktoria-Luise-Platz, ist er mit seiner Familie zuhause.

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Mit der U-Bahn ging es zur zweiten Station, dem Rathaus Schöneberg. Hier wurde Geschichte geschrieben. Für einen Regisseur wie Lars Kraume, in dessen Werk die deutsche Geschichte eine große Rolle spielt, ist das Rathaus Schöneberg ein faszinierender Ort. Im Rathaus gab es eine spontane Führung durch die Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ und die Teilnehmer waren sehr beeindruckt, als eine Mitarbeiterin ihnen die ergreifenden Biografien deportierter Juden, die einmal um Schöneberger Kiez wohnten, nahebrachte.

Ein weiterer geschichtsträchtiger Ort ist der Hochbunker an der Pallasstraße, zu dem Kraume die Gruppe im Anschluss an den Ausstellungsbesuch führte. Obgleich Kraumes persönliche Beziehung zu dem Bunker auf einem Missverständnis beruhte: Als junger Mann inspirierte ihn der Film „Himmel über Berlin“ von Wim Wenders sehr. Jedes Mal, wenn er an diesem Bunker vorbeikam, freute er sich demnach und dachte, es wäre der Bunker, der im Film vorkam. Erst später wurde ihm klar, dass es im Film von Wim Wenders der Bunker am Gesundbrunnen gewesen war. Die ständigen Anekdoten Kraumes zu den besonderen Orten im Schöneberger Kiez machten die Berlin mit Berlinern Tour noch interessanter.

Unterwegs zeigte der Regisseur auf iPads Ausschnitte aus den Filmen, die in seinen Erzählungen vorkamen und so wurden die Geschichten noch plastischer. Kurz vor dem Finale ging es zur Galerie Klosterfelde, einem Symbol für die sich stetig verändernde Potsdamer Straße. Die Galerie Klosterfelde ist auf Editionen spezialisiert. Die Kunst spielt in Kraumes Welt eine große Rolle, da seine Frau ebenfalls Galeristin ist. Zum Ausklang ging es zu einem nordischen Imbiss in das Restaurant Sæson im neuen Hotel Lulu Guldsmeden auf der Potsdamer Straße. Bei Smørrebrød und Getränken war hier dann Zeit für Gespräche man ließ den Abend gemeinsam ausklingen.

Im August führt der Wildtierreferent Derk Ehlert durch den Berliner Tiergarten und zeigt, welche Artenvielfalt mitten in der City zuhause ist. Alle Informationen dazu folgen in Kürze.

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