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12 kulinarische Adressen im Spreewald – von Kuchenmanufaktur bis Sterne-Restaurant

Essen im Spreewald? Der Spreewald hat kulinarisch so viel mehr zu bieten als nur Gurken! Köstlicher Baumkuchen, regionale Bioprodukte oder Sterneküche: Diese 12 kulinarische Adressen im Spreewald sollten Gourmets während eines Kurzurlaubs unbedingt besuchen…


Regional und gut essen im Restaurant Linari des Schlosses Lübbenau

Im wohl beeindruckendsten Schlossensemble des Spreewalds bietet das Restaurant Linari exzellente Speisen in einem einmaligen Ambiente. „Unsere Speisekarte schreibt die Natur!“, ist der schlichte Leitgedanke des Küchenmeisters. Die schönsten Plätze befinden sich im Sommer auf der Terrasse mit Blick über den großen Landschaftspark. Soweit möglich, stammen die Zutaten, die Küchenmeister Dirk Lehmann verwendet, aus der Region und aus dem Spreewald. Flusskrebssuppe, gefolgt von einem rosa gebratenen Kalbsfilet, danach Quark-Nougatknödel – das Essen des Linari und die große Weinkarte mit europäischen Weinen werden in Erinnerung bleiben.

Foto: imago images/imagebroker
  • Restaurant Linari im Schloss Lübbenau, Schlossbezirk 6, Lübbenau, tgl. 11.45-14.30 und 18-22.30 Uhr, www.schloss-luebbenau.de

Bio-Eier und -Geflügel einkaufen auf dem Biolandhof Hohenbrück

Biolandhof Hohenbrückbietet Bio-Produkte aus eigener Erzeugung.Es gibt eine Auswahl an Spreewälder Gurken und -salate sowie Eier und Geflügel aus artgerechter Tierhaltung.Web: www.biolandhof-hohenbrueck.de

Posted by Ökomarkt am Kollwitzplatz on Monday, August 27, 2018

Auf dem Biolandhof Hohenbrück werden prächtige, große Hühner gezüchtet. Die können nur so groß werden, weil hier nach strengen Bioland-Vorgaben gezüchtet wird. Das bedeutet viel Auslauf fürs Hühnchen und ausschließlich natürliche Futtermittel. Wer das Fleisch vor Ort kaufen möchte, sollte unbedingt vor dem Einkauf kurz seine Bestellung abgeben. Wer Berlin nicht verlassen möchte, kann die frischen Produkte jeden Donnerstag auf dem Kollwitzplatz und jeden Samstag auf der Domäne Dahlem erstehen. Neben Geflügel und Eiern werden auch Obst und Gemüse aus Eigenanbau verkauft.

  • Biolandhof Hohenbrück Zur Mühle 8, Hohenbrück, Märkte: Kollwitzplatz, Prenzlauer Berg, Do 12-19 Uhr, Domäne Dahlem, Zehlendorf, Sa 8-13 Uhr, www.biolandhof-hohenbrueck.de

Spreewald Rabe – Ohne Gürkchen fahren wir nicht heim!

Kein Gürkchen wie das andere: Wer in den Spreewald fährt und keine Gurken von Rabe kauft, verpasst etwas.
Kein Gürkchen wie das andere: Wer in den Spreewald fährt und keine Gurken von Rabe kauft, verpasst etwas. Foto: imago images/imagebroker

Als Columbus Amerika entdeckte, waren die Spreewald-Bauern bereits auf den Gemüseanbau spezialisiert. Und das berühmteste Früchtchen? Na klar, die Gurke. Wie die Abfüllung funktioniert, demonstriert die Konservenfirma Rabe ihren Besuchern. Die Verkostung und den Besuch im Shop sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.


Restaurant Suez – original Spreewälder Hefeplins probieren

Im Spreewald nicht wegzudenken sind unsere köstlichen Hefeplinse…lecker wie das duftet…

Posted by Restaurant Suez – Spreewald on Friday, December 7, 2018

Richtig gut essen kann man im Spreewald auch im Restaurant Suez. Das Suez liegt ein paar Schritte abseits des Fußweges, der Lübbenau und das 150-Einwohner-Dörfchen Lehde verbindet. Serviert werden hier typische Spreewälder Gerichte, etwa Lübbenauer Gurkentopf oder Hefeplins mit Zimt und Zucker. Selbst im hochsommerlichen Trubel ist es hier idyllisch ruhig. Die Terrasse liegt hinter dem Haus an der Kreuzung zweier Fließe. Der schmalere trägt den Namen Suez Kanal.


Feine Obst- und Kräutermarmeladen von Rosenrot & Feengrün

Allein der Name des Ladens weckt kulinarische Assoziationen. Zu Recht! Die frischen Kräuter stammen aus dem Biogarten. Gängige Sorten wie Petersilie, Kresse oder Basilikum treffen auf Exotisches wie Ysop, ein thymian-ähnliches Gewürzkraut. Die Marmeladensorten wie Löwenzahnblütengelee, Holunder, Veilchen oder Quitte kommen in handgefertigten Gläsern.


Spezialitäten aus der Cottbuser Baumkuchen Manufaktur

Unser traditionell gebackener Cottbuser Baumkuchen fertig überzogen mit feiner Zartbitterschokolade.

Posted by Cottbuser Baumkuchen Manufaktur on Tuesday, October 16, 2018

Auch feinster Baumkuchen schmeckt am besten, wenn er ofenwarm und frisch mit Schokolade ummantelt ist. In der schönen Cottbuser Altstadt gelegen backen die Konditor*innen der Cottbuser Baumkuchen Manufaktur ihre traditionsreichen Kuchen immer montags. Das Rezept des köstlichen Baumkuchens reicht auf eine fast 200-jährige Geschichte zurück, wurde im Laufe der Jahrzehnte aber immer weiter verfeinert.

Ganz klassisch wird der Baumkuchen mit einer Zuckerglasur und feinstem Zitronenabrieb bedeckt, mit belgischer Zartbitterschokolade übergossen oder man genießt ihn in seiner reinsten Form, ganz ohne Schokoladenüberzug. In Gruppen bis zu 20 Personen hat man in der Manufaktur die Möglichkeit, den Bäcker*innen über die Schulter zu schauen.

Original, von Hand gebackener, Cottbuser Baumkuchen mit einem Überzug aus feinster Zartbitterschokolade des bedeutenden…

Posted by Cottbuser Baumkuchen Manufaktur on Monday, February 15, 2016

Wurst, Rohmilch und Honig vom Demeter-Betrieb Landgut Pretschen

Das Essen im Spreewald kann so viel mehr sein als nur Gurken. Das Landgut Pretschen, ein Demeter-Betrieb, verfügt beispielsweise über eine begeisternde Wursterei. Der eigene Hofladen zeigt zudem: Eier, Honig, Quark, Vollkornbrot, Rohmilch, Fleisch waren und sogar ein selbstdestillierter Chicorée-Brand – im Landgut Pretschen wird ein ganzheitlicher Blick auf die Landwirtschaft auch im Warensortiment sichtbar.

  • Landgut Pretschen Am Landgut 2, Pretschen, Hofladen Di 14-18 Uhr, Fr 10-12 + 14-18 Uhr, Sa 9-12 Uhr, www.landgut-pretschen.de

Fine Dining in der Speisenkammer Burg

Auf der Suche nach richtig gutem Essen im Spreewald kommen wir am Restaurant Speisenkammer nicht vorbei. Der gebürtige Cottbuser Marco Giedow gehört schon seit längerem zu den besten Köchen Brandenburgs. In der Alten Schule wurde er zum Meisterkoch, in der Speisenkammer im Ferienhof Spreewaldromantik erkochte er sich 15 von 20 Punkte im Gault & Millau. Im Juni 2020 stehen Ceviche vom Schellfisch, Roastbeef mit Grillspargel und Pfeffersauce und eine Käuseauswahl, kuratiert vom Berliner Käsekenner Fritz Blomeyer, auf der Karte der Speisenkammer Burg.


Rum, Gin und Whiskey kosten bei den Spreewood Distillers

Die älteste Brandenburger Whisky-Schmiede, die Spreewald Destille, wurde, man muss es wohl so sagen, aufgehippt. Drei Berliner sind jetzt die Eigentümer, Typen mit Vollbärten, Karohemden und einer Berufsbiografie in der zeitgenössischen Genussmarkenentwicklung. Wir können aber konstatieren: So viel Zeitgeist hat dem Fachwerkhof in Schlepzig gutgetan. Im Innenhof wartet im Sommer jetzt ein großer rustikaler Grill, zudem gibt es eine Terrasse mit Kanuanleger für alle, die mit dem Kanu kommen. Kurz: Die Destillerie ist inzwischen auch für jene eine Reise wert, die nicht unbedingt zu den Connaisseuren von handwerklich gebranntem Hochprozentigen gehören.

Es ist eine sympathische, handfeste Biergartengastronomie mit direktem Zugang zum Spreewälder Wasserstraßennetz. Aber wenn man schon mal da ist, sollte man unbedingt die hauseigenen Destillate probieren. Unser Favorit ist der Butterbird Rum, der den inzwischen unter dem Label „Storck Club“ vermarkteten Whiskys aromentechnisch den Rang abläuft. Der Gurkengeist packt derweil Spreewälder Lokalkolorit in die Flasche. Vor allem aber ist die Reise der Spreewood Distillers noch nicht zu Ende. 2020 wird es den ersten Schlepziger Roggenwhiskey geben. Der reift gerade in den Fässern, die in einem Nachbarhaus lagern, das auch zum Anwesen gehört.


Innovative und traditionelle Küche in der Kolonieschänke

In der Kolonieschänke sollte man zum Dessert die originalen Spreewälder Hefeplinsen probieren.
In der Kolonieschänke sollte man zum Dessert die originalen Spreewälder Hefeplinsen probieren. Foto: Kolonieschänke

Seit 200 Jahren bereits ist diese backsteinerne Hofanlage eine Schankwirtschaft. Bio-zertifiziert sind das Hotel und das zugehörige Restaurant samt Backhaus, Grillplatz und Gastgarten nun auch schon eine ganze Weile. Die Kolonieschänke war diesbezüglich ein Pionierbetrieb im Spreewald.

Bevorzugt wird mit regionalen Produzenten zusammengearbeitet, so kommt der Rohmilchquark zum Leinöl vom nahen Gut Ogrosen. Wildschweinsülze und Gänsemenü beweisen derweil: Die Kolonieschänke kann auch deftig. Die Hefeplinsen zum Dessert sind eine autochthone Spreewälder Köstlichkeit. Und zurzeit unbedingt probieren: Ungarische Langos, traditionelle Hefeteigfladen, in der Kolonieschänke kommen sie zum Beispiel mit Schmand, warmen Kartoffeln, Knacker, Röstzwiebeln und Käse.


Brauhaus Babben – Süffiges Bier aus Brandenburgs kleinster Brauerei

Die kleinste Brauerei Brandenburgs lässt Bierliebhaber Purzelbäume schlagen. Der Gerstensaft fließt unpasteurisiert und ungefiltert aus dem 500-Liter-Fass. Somit hält das kühle Nass zwar nicht ewig, aber alle Aromastoffe bleiben erhalten. Neben dem Pils stehen je nach Saison auch Weizen oder Bockbier auf der Karte. Wenn die Familie Babben nicht alle Hände voll zu tun hat, zeigt sie den Besuchern gern die Brauereianlage.


Der krönende Abschluss im Sterne-Restaurant 17fuffzig

Mit einem Michelin Stern ausgezeichnet: Das Restaurant 17fuffzig im Spreewald.
Mit einem Michelin Stern ausgezeichnet: Das Restaurant 17fuffzig im Spreewald. Foto: imago images/Kielmann

Er kam, siegte… und ging. Vor zwei Jahren mach­te René Klages dem 17fuffzig seine Aufwartung, erkochte dort in einem Jahr einen Michelin­ Stern und schon war er wieder verschwunden. Das passt eigentlich nicht in die Vita des Gourmetrestaurants im Wellness­-Resort „Bleiche“ im Spreewald. Küchenchef Oliver Heilmeyer sorgte 2007 für den ersten Michelin­-Stern und verteidigte ihn ein Jahrzehnt lang. Der neue erste Mann am Herd, Alexander Müller, setzt in puncto Auszeichnungen die Tradition fort. Er kam im Frühjahr 2018 und wurde im November vom Gault Millau als „Junges Talent“ ausge­zeichnet. Im Februar 2019 erhielt er wie seine Vorgänger den Stern. Damit gehört das 17fuffzig weiter zur kulinarischen Spitze Brandenburgs.

Müller ist in der französischen Küche ver­wurzelt und arbeitet, soweit möglich, mit Produkten und Produzenten aus der Region, etwa Beelitzer Kaninchen, Zander und Fasan aus dem Spreewald und sogar Widder aus Brandenburg. Damit kehrt er sowohl in der Küche wie in seinem Leben in die Heimat zurück. Der Koch, dessen Karriere im Restaurant „Joël Robuchon“ in Monacobegann,derbeim großen Paul Bocuse in dessen L’Auberge du Pont de Collonges bei Lyon sowie in der Schwarzwaldstube im Hotel Trau­be Tonbach in Baiersbronn gekocht hat, ist gebürtiger Brandenburger, er kommt aus Königs Wusterhausen.

Zurzeit können sich anspruchsvolle Gäste des 17fuffzig zum Beispiel auf Hummerrisotto, Fasan aus Spreewälder Zucht oder Wolfsbarsch vom Grill mit Miesmuscheln und Spreewaldsauce freuen. Der krönende Abschluss für einen Ausflug in den Spreewald.

  • Restaurant 17fuffzig im Bleiche Resort & Spa, Bleichestraße 16, Burg, Mi-So ab 18.30 Uhr, www.bleiche.de

Lust auf noch mehr Essen im Umland? 12 Restaurants in Brandenburg, die wir wärmstens empfehlen. Wer gerne regional einkauft, sollte bei diesen Brandenburger Manufakturen vorbeischauen. Und noch mehr Spreewald: Hier sind 12 tolle Orte, die jeden Ausflug ins Umland zum Highlight machen.

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