Essen & Trinken

22. tip-Winzerbattle am 27. Juli im Duke

tina_palmowskiDie Protagonisten
Matthias Meierer vertritt die Mosel-Eingeborenen. Er kommt aus einer Winzerfamilie, entschied sich aber erst nach dem Abitur endgültig dafür, der Familientradition zu folgen. Dann ging alles ziemlich schnell. Sein Weinbau-Studium in Geisenheim schloss er mit 23 als Semesterjüngster ab. Seitdem arbeitet er beim Weingut Dusemonder Hof Fritz Haag in Brauneberg und im elterlichen Gut Klaus Meierer. Maximilian Ferger ist in Bremen geboren und wollte eigentlich Veterinärmedizin studieren. Durch eine Zufallsbekanntschaft in einer Kneipe erfuhr er von der Möglichkeit, Weinbau zu studieren, und fand das so spannend, dass er sich sofort in Geisenheim bewarb. Nach seinem Abschluss 2008 wurde er Betriebsleiter des Weinguts Witwe Dr. H. Thanisch, Erben Müller-Burggraef in Bernkastel-Kues.

Die Argumente
Die beiden Kontrahenten kennen sich gut, Matthias Meierer fuhr Maximilian Ferger sogar zum ersten Probearbeiten an die Mosel. Im Wettstreit kommen Vorurteile hoch: „Der Max kommt doch aus Bremen, der kann ja nichts von Riesling verstehen, dort trinkt man doch nur Beck’s“, sagt Meierer und merkt an, dass er sich an seinen allerersten Schluck Riesling noch genau erinnern kann – den trank er mit sechs Jahren! Ferger setzt dagegen, dass er als Quereinsteiger nicht durch Familientraditionen vorbelastet war, „Ich konnte meinen eigenen Weg gehen, auch was Produktionsmethoden angeht“. Seine Weine charakterisiert Ferger als kräftiger im Geschmack als die von Meierer, Letzterer hält dagegen, dass die Weine auf das Essen abgestimmt werden müssen, „deshalb habe ich mich zum Beispiel bei der Vorspeise für einen weniger starken Riesling entschieden, der besser zu den Zutaten passt.“

Die Weine
Matthias Meierer schickt folgende Weine ins Rennen: 2010 Kestener Riesling trocken, 2010 Riesling „Alte Reben“, 2009 Kestener Paulinshofberg Riesling Spätlese. Maximilian Ferger hält mit diesen Weinen dagegen: 2009 Berncasteler Doctor Riesling Spätlese Trocken, 2009 Wehlener Sonnenuhr Riesling Spätlese Trocken, 2010 Berncasteler Doctor Riesling Kabinett.

Die Speisen
Die kulinarische Begleitung kommt vom Duke Restaurant im Ellington Hotel. Die Vorspeisen: Wiener Backhendl mit Kräuterkartoffelsalat, Ziegenfrischkäsebällchen mit Bündner Fleisch und Rucolasalat, Artischocken mit Shrimps sowie Waldpilztorte mit Tomatenconfit. Als Hauptgang gibt es Rumpsteak vom Grill in schwarzer Marinade (alternativ Putenbrust) mit verschiedenen Dips, Caesar Salat, Grilltomate, Rosmarinkartoffeln, Bohnensalat und provenzalischem Gemüse. Das Dessert ist warmer Kirschkuchen mit Walnusseis.

tip-Winzerbattle im Duke Restaurant des Ellington Hotels Nürnberger Straße 50-55, Schöneberg; Mi 27.7., Einlass ab 19.30 Uhr, Ende der Winzerbattle 23 Uhr; wegen der begrenzten Plätze reservieren Sie bitte unter [email protected]; Eintritt 39,90 Ђ inkl. einem Glas Hoevels Original zur Begrüßung, Selters, Weinen und Speisen

Foto: Hotelchefin und Weinkennerin Tina Palmowski (Mary-Ann Weber/HIPI)

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