Essen & Trinken

5. tip-Winzerbattle im Heinrich

Die Protagonisten
Es war der Großvater der Familie Loacker, der von Österreich nach Südtirol gezogen ist. Und eigentlich stand und steht der Name Loacker – der Onkel und die Tante – auch für Kekse. Das nur am Rande. Jedenfalls steht in Bozen das Mutterhaus der Weinfamilie Loacker. Der Vater von Franz Joseph, Rainer Loacker, war ein Pionier in Sachen Bio-Wein. Er gehörte sowohl in Österreich als auch in Italien zu den ersten, die Wein biologisch anbauten – heute sogar biodynamisch. Loacker ist der Weltreisende der Familie und war gerade in Frankreich, dann in New York, Barcelona und Wien. Er sorgt für den nötigen Bekanntheitsgrad der Loacker-Weine.?

Die Argumente
Beide Güter liegen in der Tos­kana. Doch laut Franz Joseph Loacker liegen Welten zwischen den beiden Weinanbaugebieten. So liegt Valdifalco nahe am Meer, Luftlinie ca. vier Kilometer entfernt. Es ist eine flache Landschaft mit Olivenbäumen und höchstens 70 Meter über dem Meeresspiegel. Es herrscht dort ein ausgeprägtes Mittelmeerklima. Das heißt, es ist heiß und gibt wenig Niederschläge. Die Weine haben klare Aromen, sie sind unverkennbare Charaktere.
Das Anbaugebiet von Corte Pavone hingegen liegt im Landesinneren, in einer Höhe von 500 Metern. In der hügeligen Landschaft herrscht ein mildes Klima. Hier sind es typische Kräuter der Gegend wie Rosmarin, Thymian und Lavendel, die die Luft, den Wein aromatisieren. Vor allen Dingen der Brunello von Corte Pavone sorgt für Renommee. „Den muss ich mindestens fünf Jahre lagern, während ich den Morellino nach anderthalb Jahren anbieten kann.“
Die Weine Aus Valdifalco: 2007 Ballando IGT Maremma (Rebsorten: Caber­net franc, Merlot, Sangiovese) und 2007 Morellino di Scansano Riserva DOCG (87% Sangiovese, der Rest: Cabernet Sauvignon, Syrah). Aus Corte Pavone: 2007 Rosso di Montalcino DOC und 2003 Brunello di Montalcino DOCG (beide 100 Prozent aus der Rebsorte Sangiovese Grosz).

Die Speisen
In dem seit Kurzem eröffneten Restaurant Heinrich widmen sich Koch Heinrich Beckmann und Ehefrau Florentine Job der klas-sischen deutsch-berlinischen Küche. Als Flying Food – also in klei­nen Gläschen und auf Servierlöffeln serviert – offerieren die beiden eine Auswahl aus ihrer Speisekarte: Grünes Erbsensüppchen mit Minze, Königsberger Mini-Klopse mit Rote Beete, Stolzer Heinrich, Zander auf süß-sauren Linsen, Bauern-Leber­pas­tete mit Portweinkirschen,?Schusterjungenknödel mit Pilzragout (Veg) und als Abschluss Kaiserschmarrn mit Zwetschgen­röster.

Text: Eva-Maria Hilker?

tip-Winzerbattle im Heinrich,
Rosa-Luxemburg-Straße 39-41, Mitte, Mi 24.2., Einlass ab 19.30 Uhr,
Ende der Winzerbattle 23 Uhr;
Reservierung bitte per E-Mail an [email protected];
Eintritt 35,90 Ђ inkl. Weine, Wasser und Speisen;
Die vorgestellten Weine sind im Weinladen Schmidt zu beziehen, www.weinladen.com

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