Essen & Trinken

68er Kneipen

Als Zuspätgeborene erinnere ich mich bei 68 in den westdeutschen Kleinstädten an Gruppen von jungen wilden Menschen Tchibo-Kaffee trinkend vor den entsprechenden Filialen und das lang anhaltende Gerücht, dass chinesische Köche Ratten zubereiten. Der „Jugoslawe“ war ein billiges Essvergnügen, und die Kneipe wurde angesagter Treffpunkt, auch zur Planung der nächsten Demo. In Berlin bestätigte sich dann das mit den Kneipen – mit der Henne (Leusch­nerdamm 25, Kreuzberg) als Inbegriff der Berliner Kachelofenrevolution und dem Zwiebelfisch Savignyplatz 7/8, Charlottenburg) als intellektuelle Kaderschmiede. Musikalisch war diese Zeit sensationell: Janis Joplin, Jimi Hendrix – aufdringlicher Underground vom Feinsten. In Berlin ging es im Quasimodo (Kantstraße 12a, Charlottenburg) mit Jazz richtig ab.

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