Essen & Trinken

Abendbrot im Abendrot

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, was abends denn so bei Ihren Nachbarn auf dem Tisch steht? Essen die eher warm oder bevorzugen sie es kalt, wird es aufwendig zubereitet oder kommt das Abendbrot – husch, husch – zu Frau und Mann, denn schließlich ist es ja auch – husch, husch – verdrückt, unabhängig davon, wie lange Koch oder Köchin zuvor in der Küche gestanden haben? Licht in das Dunkel der deutschen Küchen nach Sonnenuntergang bringt jetzt eine aktuelle Umfrage des Marktforschungs­instituts TNS Emnid, die ein bekannter Suppenhersteller in Auftrag gegeben hat, wohl in der stillen Hoffnung, dass die Deutschen sich abends ein Süppchen kochen. Tatsächlich aber lieben die es eher kalt. Gut einem Drittel der Bundesbürger reichen Brot, Wurst und Käse, eine Gewürzgurke oder ein hart gekochtes Ei allabendlich zum Glücklichsein.

Rund ein Viertel entscheidet sich drei bis fünf Mal pro Woche für das typisch deutsche Abendritual. Hauptgrund ist … Bequemlichkeit. Die Zutaten seien immer vorrätig, heißt es als Begründung, es gehe schnell, sei unkompliziert und biete zahlreiche Variationsmöglichkeiten. Zudem zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle von kalten Speisen (Norden) zu warmen Speisen (Süden), von Mecklenburg-­Vorpommern, wo 57 Prozent täglich am Abend Brot essen, bis Baden-Würt­temberg (21 Prozent). Nur die Berliner, die braten mal wieder ihre Extrawurst: Nur 19 Prozent geben sich täglich mit kalter Küche zufrieden. Was ja nicht unbedingt gegen die Berliner spricht.

Wollen auch Sie, dass Ihr ?Lieblingslokal hier vorgestellt wird? Oder haben Sie ein Thema, dem wir einmal nachgehen sollen? Dann schreiben Sie uns: [email protected] 

Mehr über Cookies erfahren