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Alen Salihbegovic serviert Cocktails nach alten Original-Rezepten

MelodyNelsonBar_c_SarahHeuser_HiPiEs gibt kaum Accessoires. Kleine Regale bestückt mit braunen Apothekerfläschchen und alten Büchern, links ein großer Spiegel, rechts der Tresen, über dem das einzige Bild der Bar hängt: Jane Birkin. Mit ihr hat Serge Gainsbourg das Album „Histoire de Melody Nelson“ aufgenommen, womit auch das Geheimnis des Namens gelüftet wäre. „Wir wollten keine französische Bar werden, wo die Leute Pastis und Wein trinken“ sagt Gründer Alen Salihbegovic (Foto), der seit 1993 in Berlin lebt und die Bar Ende September 2011 eröffnet hat. Sein Partner, der aus London stammende Damian Gallardo, stieß später dazu. Salihbegovic hat sich zu seinem Architekturstudium im Berliner Nachtleben etwas dazu verdient und war zu Beginn des 103 in Kreuzberg dabei, im Cookies und der alten Greenwich Bar.

„Ich wollte was Eigenes machen“, das Konzept hatte Salihbegovic schon lange im Kopf. Wo früher die Stammgäste der Bierkneipe „Zur Jette“ ihr Bierchen zischten, setzt er jetzt mit Gallardo auf Cocktail-Klassiker nach alten Originalrezepten. Es wird viel mit Likör gearbeitet, weniger mit Sirup, die Karte ist in Cocktail-Genres wie Juleps, Sours, Fizzes und Collins unterteilt. Drinks wie den Watermelonman gibt es nicht, dafür aber immer wieder „New Faces“. Für den Sommer sind frischere, fruchtigere, leichtere Drinks für die Karte geplant, zum Beispiel ein Black Mojito mit Chambord. Das Publikum mischt sich aus Anwohnern und der Kunst- und Gas-troszene im Kiez, Touristen kommen kaum. Samstags legen befreundete DJs Barmusik auf, nicht laut, kein Techno, aber Salihbegovic lacht: „Wer tanzen will, darf tanzen.“   

Text: Betty Myller

Foto: Sarah Heuser / HiPi

Melody Nelson Bar Novalisstr. 2, Mitte, Tel. 0177 744 67 51; Mo-Sa ab 20 Uhr

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