Pizzeria

Ammazza Che Pizza in Neukölln

Zu Gast in der Postmoderne: das Ammazza Che Pizza

Patricia Schichl

Wer Memphis hört, sollte auch an Mailand denken. Schließlich machte das gleichnamige Mailänder Designkollektiv Anfang der 1980er-Jahre der Moderne einen Strich durch die radikal funktionale Rechnung. Memphis, das war Anti-Design und der pure Wille zur pastellbunten Form. Die Dinge waren endgültig Pop geworden. Nun, heute ist ja Essen das neue Pop. Da passt es wunderbar, dass sich dieser neue Italiener am Maybachufer die Designbewegung mehr als nur zum Thema nimmt. Alles so schön bunt dort.

Damit genug der Postmoderne. Abseits des Interieurästhetischen kommt im Ammazza Che Pizza italienische Klassik auf den Tisch. Die Pizzen, das Kerngeschäft, widersetzen sich dem aktuellen Trend zum neapolitanischen Kuppelofen. Sie kommen römisch-knusprig, aber nicht zu trocken auf den Tisch. Wir wählten die Variante mit Kapern und Anchovis, die, wie in Italien üblich, auf den Käse verzichtet, sowie die Pizza mit (aromatischem) Grillgemüse. Darüber hinaus gebe es etwa ein Saltimbocca. Wir sind bei der Pizza geblieben – und haben das Gesparte in sündig-seliges frittiertes Gemüse investiert. Nette Adresse, nicht nur für die Nachbarschaft.

Ammazza Che Pizza Maybachufer 21, Neukölln, Di–So 11.30–22.30 Uhr, www.ammazza.de

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