Essen & Trinken

Anatomie einer Bar: Fire Bar

Keeper_0709_FireBar1 Karnevalsandenken
Die sogenannte „Biene Wolli“ hat eine Freundin vom Mardi Gras aus New Orleans mitgebracht. Mardi Gras (zu Deutsch: Fetter Dienstag) bezeichnet den Tag vor Aschermittwoch und den Höhepunkt der mehrtägigen Karnevals­veranstal­tungen in New Orleans und anderen Städten der Südstaaten. In New Orleans wer­den dabei statt Bonbons Perlenketten, sogenannte Beads, und Kuscheltiere in die Menge geworfen. Für diese Andenken machen gerade Mädchen und Frauen zur Freude der männlichen Besucher fast alles, unter anderem T-Shirts hochziehen.

2 Truckkennzeichen
Der ehemalige Fire-Barmann Lutz Schubert ist heute als Trucker in New Brunswick, Kanada, unterwegs. New Brunswick oder auch Nouveau Brunswick ist die einzige offiziell zweisprachige Provinz Kanadas. Der Name des 1784 gegründeten Gebiets bedeutet zu Deutsch Neubraunschweig und wurde nach dem Fürstenhaus Braunschweig benannt. Ab und zu schickt der Neu-Kanadier Truck­fotos oder eben ein ausgedientes Kennzeichen. Dafür erhält er die vom Barteam herausgegebene Hauspostille „Flächenbrand“ mit Kolumnen und Comics.

3 Windpferde
Diese Gebetsfahnen sind eigentlich im Himalaja, im Gebiet des tibetischen Kulturraumes, an Bergpässen und Gipfeln zu finden. Sie sollen mit dem Wind Glück und Wünsche in die Welt hinaustragen, der tibetische Name „rlung rta“ wird im Deutschen mit Windpferd übersetzt. Die Reihenfolge entspricht in der Regel von links nach rechts den Farben Blau, Weiß, Rot, Grün und Gelb. Die Anzahl fünf spielt im tibetischen Buddhismus eine große Rolle und symbolisiert die Himmelsrichtungen und das Zentrum. Blau steht für den Himmel, Weiß für die Wolken, Rot für Feuer, Grün für Wasser und Gelb für Erde.
 
4 Kubaflair
2007 war Chef Wolli in Kuba. Beeindruckt hat ihn, dass die Leute ein einfaches Leben führen und trotzdem wissen, wie man Spaß hat. Von dort hat er das original kubanische Mojito-Rezept mitgebracht. Dieser wird ohne Limetten, nur mit Eiswürfeln, weißem statt braunem Zucker, Minze und Havana-Club-Rum zubereitet. Dazu kommen Zitronensaft und An­gos­tura, wodurch der Drink eher nach einer Limonade als nach einem massiven Cocktail schme­ckt. Der Mojito Cubano kostet 4 Euro.

5 Glasbildleuchte
Die Glaskonstruktionen der befreundeten Künstlerin Maп la Teinte sind in der ganzen Bar zu bewundern. Die aus zerbrochenem Glas gestalteten und bemalten Werke werden durch Lichterketten und Scheinwerfer zu Leuchtobjekten.
 
6 Hausgedeck
Das klassische Fire-Entree besteht aus einem Baranda-Tequila und einer Flasche Skull. Die beiden gelernten Juristen Lars Stottmeister und Florian-Olavi Stärk sind die Berliner Firma Baranda Limited und Freunde der Bar. Sie importieren nicht nur den beliebten Baranda Tequila nach Berlin, sondern haben auch das Trendgetränk Skull erfunden. Sie wollten einen Drink kreieren, der wach macht, aber nicht süß schmeckt. Skull besteht deshalb nur aus Schwarztee, Guarana, Ingwer, Zitrus, Kohlensäure und wenig Zucker. Auf Konservierungsstoffe, Farbstoffe, künstliche Aromen und Zuckeraustauschstoffe wird komplett verzichtet.

Recherche und Text: Susan Schiedlofsky

Foto: Jens Berger

Fire Bar Krausnickstraße 5, Mitte, Tel. 28 38 51 19, www.fire-club.de, tgl. ab 20 Uhr

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