Essen & Trinken

Arabisch im Sanabel

 

Sanabel Meike Gronau

Er ist ein Vollblutkoch, und deswegen ist er auch fest eingebunden ins Netzwerk arabischer Gastronomielieferanten. Sein butterweiches Lammfleisch bezieht er vom libanesischen Metzger in Neukölln, der die Lämmer in Brandenburg selbst aussucht und schlachtet. Die köstlichen kleinen Okra, die nicht so rau wie Pelzkragen im Mund sind, bekommt er von einem Ägypter. Im Sanabel gibt es die Basics arabischer Küche: das Fladenbrot als Grundlage, dazu in vielen Variationen Humus, Sesamjoghurtsauce, Falafelbällchen, Auberginenmus, Hühnchen, Lamm – auch in Form der würzigen, gegrillten Lammwürstchen, den Mergez (frisch und selbst gemacht) –, Linsensuppe und Halloumi in allen Variationen für Vegetarier.

Die Gerichte werden alle frisch zubereitet, sind saftig oder knusprig, intensiv, aber nicht zu heftig gewürzt. Das Sanabel verfügt über keine weiß gedeckten Tische oder silberne Kerzenständer, nicht mal über Kellner, denn die Kundin bestellt am Tresen. Aber wer es puristisch und preiswert, hell und freundlich, frisch und schmackhaft mag, der ist hier richtig. Nach nur drei Monaten Öffnungszeit ist zwischen 12 und 13 oder 24 und 1 Uhr – wenn Arena und Lido die Tore schließen – ein Ansturm wie beim Sommerschlussverkauf im KaDeWe. Dazwischen ist es ganz entspannt.

Beste Wahl für zwei Hungrige gemischte Grillplatte
Beste Wahl für den kleinen Hunger Auberginenmus und Olivenöl, mit frischem Salat und Brot

Falafel ab 2,50Ђ, Tellergerichte ab 5Ђ, teuerstes Gericht 13Ђ; Softdrinks 1,50Ђ, Bier (alkoholfrei) 1,50Ђ, Kaffee 1,50Ђ;
Rauchen nur draußen, Aschenbecher an den Tischen
 

 

Text: Margit Miosga

Sanabel Schlesische Straße 36,
Kreuzberg, Tel. 53 00 07 39;
U-Bhf. Schlesisches Tor, Bus 265;
So-Do 11-1 Uhr, Fr+Sa 11-2 Uhr;

Mehr über Cookies erfahren