Gastropub

B. Horn in Neukölln

Das B.Horn ist die hungrige Schwester des A.Horn am Urban. Und eine famose Nachbarschaftsbar

www.bhorn.berlin

Im toten Winkel zwischen Hermannplatz, Schillerkiez und Hasenheide ist Neukölln noch immer angenehm offen für alle. Auch für die, die nach dem Tischtennistraining kommen. So wie all die Jahre, als diese Eckkneipe in der Flughafenstraße noch ein Vereinslokal war. Das Bier ist heute besser. Das Essen sowieso. Und die Atmosphäre? Die ist so lässig wie die unverputzten Wände und angenehm divers. Lange haben wir in einem gut besetzten Lokal nicht mehr zwischen so unterschiedlichen Leuten gesessen wie an diesem Abend im ecklokalhübschen B. Horn.

Aber wieso eigentlich B. Horn? Alexandra Vlachopoulou und Ludwig Horn betreiben am Carl-Herz-Ufer in Kreuzberg bereits das A. Horn. Daher also der Name. Nach ihrem privaten Umzug in die neue Nachbarschaft wollten sie auch dort ein Nachbarschaftslokal haben. ­Leise war die Eröffnung vor gut einem Jahr. In der Küche steht der junge Jacob Schunck, ein Freund der Familie. An der Bar mixt Isabelle Fouquet unaufgeregt und nah am Gast, ohne dem gegenwärtigen Hype um die Gastro-Bars zu verfallen. Exemplarisch für die Küche im B. Horn ist das franko­phile Aligot-Püree (Käsespätzle quasi, nur eben aus Kartoffeln) mit Blutwurst und Apfel. Oder der im Ganzen gegarte Sellerie an einer Kürbiscreme, der tiefer und besser schmeckt, als dass es ein bloßes Zugeständnis an den veganen Zeitgeist wäre. Zeitgenossenschaft, kulinarische Ambitionen und unkomplizierte Leibspeisen, im B. Horn geht das zusammen. Nichts wird in diesem nachbarschaftlichen Laden wichtiger genommen, als es ist. Immer aber: wichtig genug.

B. Horn Flughafenstr. 84, Neukölln, Di–Sa ab 18 Uhr, www.bhorn.de

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