Essen & Trinken

Beißbeere in Neukölln

Beißbeere

Es war noch nie von Nachteil, eine gute Idee im Köcher zu haben, bevor man ein Restaurant eröffnet, vor allem in Berlin, schließlich finden sich hier so gut wie alle kulinarischen Spielarten. Und erst recht, wenn man plant, zur großen Gemeinschaft der Burger-Brater zu stoßen. Das erfordert Selbst­bewusstsein, wenn nicht gar Mut. Hannes Gronenberg scheint mit beidem gesegnet, er hat Anfang Juli seine Beißbeere eröffnet, ein Burger-Lokal, in dem es scharf zur Sache geht. Beißbeere ist der ­altdeutsche Name für Chili, das ­Gewürz, das sich hier in allen Speisen und Getränken findet: Chili-Burger (4–5 Euro), Chili-Pommes (2,50–3,50 Euro), Chili-Soße, Chili-Cola. Peperoni, Jalapeno und Habanero warten im Kühlschrank auf ihren Einsatz. Wie viele auf den Burger kommen, entscheidet der Gast, die Scoville-Skala sei nach oben offen, sagt Gronenberg mit Augenzwinkern. Im Kontrast stehen die süßlichen Milchbrötchen, zwischen die der gut gegrillte Burger kommt. Hier und da soll noch nachgebessert werden, aber für Chili-Freunde lohnt schon jetzt ein Besuch.

Text: hug
Foto: Hannes Gronenberg
tip-Bewertung: Annehmbar

Beißbeere Flughafenstraße 46, Neukölln, Mo–Do 13–21 Uhr, Fr+Sa 14–22 Uhr, Tel. 74 78 61 99

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