Essen & Trinken

Berliner Autorinnen (16): Digne M. Marcovicz

tip Nennen Sie einen guten Satz aus Ihrem Buch.
Digne M. Marcovicz Sie fragte mich: „Was steht auf Ihrem Arm?“ Ich sagte ihr: „Das ist der Name meines Bräutigams.“ In Wahrheit hatte man mir in
Auschwitz die Nummer „29682“ auf meinen Arm tätowiert. (Aus „Massel – Letzte Zeugen“)
tip Das Schönste, was Sie je gelesen haben?
Marcovicz „Ein Stier ist verrückt und zerstörungswütig, wenn er frustriert wird. Mit den Menschen ist es genauso. Das heißt, bevor man zu den wahren Dingen gelangt, Liebe, Leben, Rationalität, muss die Hölle durchschritten werden.“ (Aus einem Gespräch zwischen dem Wissenschaftler Wilhelm Reich und dem Psychoanalytiker Kurt R. Eisler, 1952)
tip Diesen neuen Satz schenken Sie uns:
Marcovicz „Ich muss Ihnen das schildern, sie war eine bildschöne Frau – sie war so bildschön, dass ich nicht lange hinschauen konnte, weil sie zu schön war – sie war wirklich bildschön!“ (Aus meinem Buchprojekt über den Keramiker J.B.v.B. Christian Linde, der Dreher erinnert sich an Rahel, die Frau seines Meisters)    Interview: Sassan Niasseri

3 Digne M. Marcovicz
„Massel – Letzte Zeugen“, Hanser Verlag,
384 Seiten, 24,90 ¤
Ihre Israel-Doku „Gott weiß, wo Gott wohnt“ wird am 28.4., 19.30 Uhr, im Lichtenberger
Studio im Hochhaus, Zingster Straße 25, gezeigt

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