Essen & Trinken

Böser Zufall?

menschenDie Welt ist schlecht, die digitale nicht weniger. Letztens erzählte der Wirt vom Lieblingsrestaurant um die Ecke, dass er sich über Qype und den lobenden Eintrag dort gefreut hätte. Nach einigen Wochen jedoch sei eine Anfrage dieser Plattform, die Adressen des täglichen Konsums empfiehlt, angekommen. Mit einem kleinen Obolus könnte man die Performance auf Qype optimieren. Das lehnte der Wirt ab, sollte doch der Gast entscheiden, was gut, was schlecht ist und seine Gastfreundschaft beurteilen, so hatte er nämlich das Network Qype verstanden. Mit dieser Vorstellung steht er wohl nicht alleine da. „Von Nutzern für Nutzer“, so das Motto. Und dann passierte ein ganz blöder Zufall: Ein paar Tage nach der Absage fand ein Qype-Mitglied das Restaurant gar nicht mehr so gut, wie es von anderen bereits beschrieben wurde. Kritik und freie Meinungsäußerung gehört zum Geschäft dazu, ist bei social networks Grundvoraussetzung. Der zeitliche Zusammenhang zwischen finanziellem Engagement, also eher Nicht-Engagement, und negativer Beurteilung gehört allerdings eher zu fragwürdigem Geschäftsgebaren, oder? Aber vielleicht war es wirklich nur ein dummer Zufall.

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