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Brasserie Ora in Kreuzberg

Fein gemacht: In der Brasserie Ora gibt es nun eine richtige Abendkarte

Ora

Die Brasserie Ora am Kreuzberger Oranienplatz haben wir schon oft gewürdigt, ja sogar gefeiert. Nicht zuletzt als eine unserer liebsten Neueröffnungen in der tip-Speisekarte 2016. Uns gefiel die fein kuratierte Getränkeauswahl, die gute Bar und die weltläufige, doch intime Atmosphäre im toll inszenierten, nicht bloß konservierten Interieur der Gründerzeitapotheke.
Neu ist ein neuer Küchenchef, er kommt aus der Sterneküche des gerade geschlossenen Les Solistes. Neu ist eine Abendkarte, die eine regionale Produktküche mit den Darbietungsformen des zeitgenössischen Fine Dining kombiniert. Die puristische, fast mineralische Lauchsuppe etwa wird jetzt am Tisch aufgegossen. Bis dato wurde so was im Ora im Weckglas serviert.
All das ist unglaublich gut und sauber gemacht – das mürbe Roastbeef zur Forellencreme etwa oder das 68-Grad-Ei zum dünn gehobelten Steinpilz (je 8 Euro). Die Rote-Bete-Gnocci aber (11 Euro) sind nach fünf, sechs Happen verschwunden. Wir würden uns da etwas mehr Mut wünschen, etwa zu einem wirklichen Fine-Dining-Menü. Dieser entschlossenen Küche würde das gut tun. Die bis dato liebgewonnenen Ora-Kleinigkeiten könnten ja auf eine seperate Barkarte wandern.

Brasserie ORA Oranienplatz 14/Erkelenzdamm, Kreuzberg, Mo-So ab 10 Uhr,  www.facebook.com/oraberlin

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