Essen & Trinken

Club-Dining im Privat Restaurant

Privaterestaurant_Florian_BolkDer Aufstieg mit Pumps ist schon mal eine Herausforderung. Denn die Treppe an der Häuserfassade ist eine luftige Metallkonstruktion, deren Stufen karierte Blicke nach unten frei geben. Oben angekommen geht es im normalen Gang durch das Restaurant. Wenn dienstags oder mittwochs gutes Wetter ist, dann geht es raus auf die Terrasse. Der Blick ist für Berlin 2008 skurril und fast schon einmalig. Man schaut auf verfallene Häuserfassaden, auf Birken, die aus Fenstern wachsen, und kann sich nur wundern, dass bis heute kein großes Interesse an diesem Filetgrundstück besteht.

Umso besser für den Bangaluu Club, dessen Besucher hemmungslos feiern können. Aber ums Essen geht es heute. Wir stellten uns aus den vier Menüvorschlägen zwei eigene zusammen. Die Freundin, heute in Champagnerlaune, hatte ein glückliches Händchen. Alles an ihren vier Gängen war überzeugend, die Tranchen vom rosa gebratenen Kalbsrücken perfekt gegart. Das Gazpacho vorneweg ein wenig säuerlich, das ist so.

Beim zweiten Menü mit Schwerpunkt auf Meeresgetier überzeugten die Jakobsmuscheln, der Rest war mehr als in Ordnung, aber irgendwie waren immer fruchtige Aromen als Beiwerk auf dem Teller vertreten. Das ist zwar als Startbahn für einen langen Abend eine frische Variante, aber ein wenig eindimensional.

Doch Sebastian Schmidt feilt und entwickelt das Club-Dining zu selten hohem Standard. Und schon verspricht die neue Karte (online einzusehen) vier neue Menüs. Die müssen auch probiert werden. Wieder dienstags oder mittwochs, wenn der Bangaluu Club geschlossen hat, bei Sonnenschein auf der Terrasse in der schützenden Aura des großen weißen Buddhas. Aber dieses Mal wird sich an die Vorschläge von Sebastian Schmidt gehalten, der übrigens auch als Aufsteiger des Jahres 2008 nominiert ist.

Text: Eva-Maria Hilker

Private-Restaurant im Bangaluu Dinnerclub

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