Essen & Trinken

Das Crackers in Mitte

Das Crackers in Mitte

Dass das, was nun kommen sollte, ein Restaurant wird, wurde früh über Theken und DJ-Pulte geraunt. Damals, in diesem Sommer, der der letzte für das Cookies war. Nur noch ein Tanz, nach 20 Jahren. Jene Zeit, in der Mitte zu Mitte wurde und das Cookies noch immer ein Ort geblieben ist, an dem Mitte genau dieses Mitte war. Was viel mit Heinz „Cookie“ Gindullis zu tun hatte und mit dem Gefühl, das er seinem Club und seinen Gästen zu geben verstand. Nun ist aus dem Klang der Familie also der Geschmack der Familie geworden. Und der Ausdruck familiär beschreibt das Crackers – bei allem stilsicheren Glamour des selbst entworfenen Interieurs – sehr gut. Die Leibspeisen seiner Freunde habe er auftischen wollen, sagt Cookie, der Vegetarier. Rindertatar mit Land­ei und Petersiliensalat (18 Euro) genauso wie Rote Bete, Brombeere und Fenchelkraut (14 Euro). Das Entrecote kommt vom Charolais aus Pommern und muss nicht dry-aged sein (29 Euro). Immer sind die Aromen eindeutig und klar konturiert. Der kulinarische Wahnsinn, die Purzelbäume auf der Zunge, werden weiterhin eine Etage höher im vegetarischen Cookies Cream geschlagen, wenngleich Küchenchef Stephan Hentschel auch die Karte des Crackers mitentworfen hat. Der Rest sind selige Nachspeisen (der Milchreis!) und eine zumal für so eine Location fair kalkulierte Weinkarte. Und DJs zum Dinner – viermal in der Woche. Aber auch das liest sich lauter, als es an diesem Abend war.      

Text + Foto: Clemens Niedenthal

Crackers Friedrichstraße 158, Mitte, ?Mo–So ab 18 Uhr

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