Essen & Trinken

Das Grosse Fressen in Berlin

In Anlehnung an den Film „Das große Fressen“, der bei seinem Erscheinen 1973 angeblich zu kollektivem Erbrechen in den Kinosälen, auf jeden Fall aber zu einiger Empörung bei den Zuschauern führte, veranstalten die Künstlerinnen Caroline Hobkinson (Foto) und Marija Bozinovska Jones am 5.  August im Grimmuseum ein ähnlich opulentes Festmahl. Die zahlenden Teilnehmer werden sich hoffentlich nicht zu Tode fressen, den Künstlerinnen zufolge sollen die Grenzen der Maßlosigkeit aber bewusst überschritten werden. Beim Verspeisen der Köstlichkeiten werden die Gäste von versteckten Kameras aufgenommen, verborgen in ausgehölten Brotlaiben und noch ganz anderen Orten.

Dieselben Gäste werdem 7. August neuerlich zum Banquett geladen, um – verfolgt von ihren eigenen reuevollen Geistern in Form der Video- und Tonaufnahmen – neben den Resten des vergangenen Mahls zu speisen. Genau dies können die Besucher in der Ausstellung erleben, wenn sie die verrottenden kulinarischen Überbleibsel des Mahls begutachten und somit Zeuge einer verfaulenden Ausstellung werden.Die ganze Performance will ähnlich schockierend wie der Film sein: Gegenstück der Festtafel wird ein sogenanntes Vomitorium, ein Ort des Erbrechens, sein.

 

Das Grosse Fressen  Ausstellung vom 05.-25. August 2010 im Grimmmuseum, Fichte Straße 2, 10967 Berlin, www.grimmuseum.com
Performance-Dinner am 05. und am 07. August 2010, 20:00 Uhr, Tickets und Iformation bei Herrn Creseote,  
[email protected]

 

 

Mehr über Cookies erfahren