Essen & Trinken

Der Igitt-Effekt

ekliges_EssenEs ist wieder ruhig geworden, um die Gaststätten, die im Bezirk Pankow den öffentlichen Schmuddelstatus erhalten haben. Der Igitt-Effekt hält nie lange an. Denn wir wissen es ja. Billig­essen, wenn nicht irgendwie von irgendjemandem subventioniert, kann nicht okay sein. Schade ist es nur, dass sich die Verbraucherinformation auf den Bezirk Pankow reduziert hat. Es wäre doch zu schön gewesen, wenn zum Beispiel in Schöneberg die Adressen angeprangert worden wären, denen man schon seit Jahren nur das Schlimmste zutraut. Oder am Savignyplatz und dem Ku’damm? Dort soll es nämlich zurzeit Restaurants geben, die nicht ganz einwandfreie Muscheln den Gästen auftischen, die wiederum beim Arztbesuch mitbekommen, dass sie nicht die einzigen Vergiftungsopfer sind.

Es lässt sich viel machen mit nicht mehr frischen Lebens­mitteln. Das weiß jeder Koch, Küchenchef, das weiß jede Verkäuferin an der Wurst, Fleisch- oder Käse­theke jedes Supermarkts. Und manchmal will der Verbraucher oder Kunde es auch gar nicht so genau wissen, wie alt das eingelegte Fleisch in der Theke ist, warum in der Gulaschsuppe nur eine undefinierbare Masse schwimmt oder warum Gastrokritiker nie behaupten dürfen, dass das Essen schlecht war und sie deshalb die Nacht im Badezimmer verbracht haben. Immer müssen Beweise gebracht werden. Und wer hat schon ständig einen Chemielaboranten zur Seite. Aber hoffen wir mal weiter auf den Verbraucherschutz, auf seriöse Gastronomie und vor allen Dingen auf unseren Magen und unsere Konstitution, dass die noch einige Schandtaten überstehen können.

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