Sterneküche

Einsunternull ist dem Guide Michelin einen Stern wert

Konzentrierte Aktion: Die kontemplative Produktküche des Einsunternull ist dem Guide Michelin einen Stern wert – in diesem Jahr das einzige neue Sternelokal in Berlin

Foto: René Riis 2015 / Ebert Fine Dining GmbH
Foto: René Riis 2015 / Ebert Fine Dining GmbH

Viel ist diskutiert worden, über die Michelin-Sterne, ihre Relevanz und, ja, auch über den Reformwillen einer kulinarischen Institution. Zumal es der Guide Michelin selbst war, der die Gerüchteküche brodeln lies: So viele Sterne wie noch nie hatte man 2016 in Berlin neu vergeben. Das klassische (Saucen-)Handwerk eines Markus Semmler hatte einen bekommen, genauso das brutal-lokale Nobelhart & Schmutzig oder das angenehm leise Richard. Und eigentlich war damit bereits klar, dass in diesem Jahr einzig Neueröffnungen für einen neuen Stern infrage kommen dürften. Mit dem Einsunternull (Foto) ist genau das nun passiert. Das passt – nicht (allein) deshalb, weil Gastgeber Ivo Ebert (Ex-Reinstoff) und Küchenchef Andreas Riger (Ex-Horváth) selbst aus Zwei-Sterne-Läden kommen. Es passt, weil der Guide Michelin damit eine Küche würdigt, die nah an den Produkten und ihrer Regionalität und Saisonalität bleibt. Der Restaurantführer ist also bereit für neue Aromen. Offen ist, ob auch die Freunde – und der Zeitgeist – dieser neuen Aromen noch einen Guide Michelin brauchen.

Einsunternull Hannoversche Str. 1, Mitte, 12–14 Uhr und ab 19 Uhr www.einsunternull.com

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