Essen & Trinken

Foodorama – ein Highlight auf der Bergmannstraße

FoodoramaBillige Fressbuden neben Coffee-to-go-fürsiebeneuroachtziges- pressolounges und Texmex-Tourifallen wechseln sich ab. Da ist das Cafй Barcomi’s mit seinem grausig süßen American Cheesecake schon fast eine lieb gewonnene Institution. Jetzt fehlt nur noch ein Starbucks, und die Straße zwischen Mehringdamm und Marheinekemarkthalle kann sich endgültig aus den Stadtführern dieser Welt als besuchenswert streichen lassen. Doch erst einmal hat ein neues Restaurant namens Foodorama eröffnet. Der Name klingt gruselig nach Prenzlauer-Berg-Hipness, doch das Restaurant ist, abgesehen von seiner austauschbaren Einrichtung, die mit ihren langen Tischen in hellem Holz und den passenden Hockern aussieht wie eine moderne Schulkantine, eine echte schöne Überraschung: Alle Speisen sind aus biologisch kontrolliertem Anbau, und weder der Kalbsbraten mit grünen Bohnen und Kartoffelpüree noch das Auberginenconfit sind in irgendeiner Weise zu beanstanden. Der Braten ist butterweich, die Bohnen sind knackig, und auch das Dessert, Schokoladenmousse, ist so flockig, dass der Gast danach nicht direkt zusammenbricht. Billig ist das Essen im Foodorama für lokale Verhältnisse zwar nicht, aber wenigstens eine echte Alternative zum sonstigen Essens-Einerlei der Straße.

Text: Marcus Weingärtner

Foto: Christina Görs

Bester Platz: am Fenster
Beste Idee: Die Lampen höher zu hängen. Zu viel Beleuchtung schadet der Romantik

Empfehlenswert 2

Foodorama Bergmannstraße 94, Kreuzberg, Tel. 69 00 11 00; U-Bhf. Gneisenaustraße; tgl. ab 9 Uhr;
Vorspeisen ab 4,50 Ђ, Hauptgerichte ab 6,50 Ђ; Softdrinks ab 2 Ђ, Wein (0,2l) ab 3,30 Ђ; Rauchen nur draußen

Mehr über Cookies erfahren