Essen & Trinken

Gastbeitrag von obu: Happy Hour

reingoldEs könnte so einfach sein: der Lieblingsdrink zum halben Preis. Doch so einfach ist es leider nicht immer. Wer in Berlin durch das Nachtleben streift, der erlebt in der Happy Hour manchmal keine glücklichen Stunden, sondern das Gegenteil. Wenn man sie überhaupt erwischt. Manche Bars haben die Happy Hour abgeschafft und versuchen, das Publikum mit anderen, ähnlich klingenden Lock­angeboten zu ködern. Etwa, indem sie einen Happy Day ausrufen, um an Abenden mit wenig Publikumsverkehr neue Gäste anzuziehen. Andere Rabattaktionen funktionieren nach dem Motto „Ein Euro weniger auf diesen oder jenen Drink“ – ebenfalls eine wenig überzeugende Alternative zur echten Happy Hour. Auch ein billiger Cocktail der Woche oder ein Cocktail des Monats macht selten glücklich, denn die beliebten Klassiker wie Mojito, Caipirinha oder Mai Tai sind fast nie am Start. Ganz zu schweigen von den verwirrenden Tarifsystemen mancher Bars, in denen sich die Preise im Laufe eines Abends mehrmals ändern. So wird die Happy Hour zur komplizierten Rechenaufgabe – dabei könnte es so einfach sein: der Lieblingsdrink zum halben Preis.

Foto: Jens Berger 

 

Mehr über Cookies erfahren