Essen & Trinken

Gastfreundschaft

Anscheinend sind in der Hauptstadt die Rolle und die Pflichten eines Gastgebers völlig in Vergessenheit geraten. Eigentlich ist das Gastgewerbe ja auch dazu da, den Touristen, den Reisenden davor zu schützen, dass er als Fremder ausgegrenzt wird und zu schaden kommt. Diese Gastgeberrolle gilt bis heute und sicher auch für die Wirte am Alexanderplatz, die vom Strom der Touristen profitieren. Es kann nicht sein, dass ein paar feige, kaltblütige Schläger in der Mitte Berlins einen Mann um sein Leben bringen. Es kann auch nicht sein, dass sich bis heute keiner daran erinnert, wer diese Totschläger waren und wohin sie geflohen sind. Es kann wiederum auch nicht sein, dass die Crew vom Cancun, dem Restaurant, aus dem die Schläger angeblich kamen, nicht gespürt hat, wie die Jungs drauf sind. Videoüberwachung? Verhindert nichts. Soziale Kon­trolle schon. Gehört der gesamten Gastronomie rund um den Alexanderplatz die Konzession entzogen? Und zwar so lange, bis sie sich auf eine gastfreund­liche Lösung geeinigt hat und Sensibilität entwickelt, um zu erkennen, welche Gäste den Besuchern der Hauptstadt schaden können? Oder wird der Alexanderplatz zur No-Go-Area?

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