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Geist im Glas in Neukölln

Komfortzone Brandneu: Zum Brunch ins auferstandene Geist im Glas

Foto: Aishah Bennett

Ein Rosinenbrötchen, gebratener Bacon, ein Spiegelei. Mehr braucht es nicht, um den Schlaf vom Gaumen zu wischen. Oder den Restalkohol. Aishah Bennet hat sich diese Umami-Bombe ausgedacht, ein Frühstückburger, süß, herzhaft, vollmundig. Kein Sandwich, das sich fein gemacht hat für den Avocado-Zeitgeist, wie sich das Geist im Glas, seit 2012 eine verlässlich tolle und verlässlich späte Bar, ohnehin noch nie besonders fein gemacht hat. Was zählt sind andere Werte. Etwa die besten (Buttermilk-)Pancakes der Stadt, mit gehaltvoller Dulce de Leche und mit Bourbon geblendetem Ahornsirup (9 Euro). Dazu gibt es verdammt gute Drinks (ab 8 Euro). Manche mit Kaffee, alle mit Alkohol.
Ein Feuer hatte die Bar für ein knappes Jahr ausgeknockt. Das Brunch vagabundierte durch wechselnde Venues, die Woche über wurde renoviert. Jetzt sind die Exil-Britin Bennett und ihre handfeste Mannschaft wieder zuhause angekommen: in einem Ambiente, das noch immer eher dunkelgrau ist als avocadogrün. Und wo die Aromen eher zupackend als zaghaft sind. Britisch-südamerikanisches Comfort-Food für späte Vormittage.

Geist im Glas Lenaustr. 27, Neukölln,Mo–Mi 19–2 Uhr, Fr 19-4 Uhr, Sa 10-4 Uhr, So 10–2 Uhr (Brunch jeweils bis 16 Uhr) www.facebook.com/geistimglas

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