Vegetarisch

Good Banks in Mitte

Ist das nun die Zukunft – oder der Zeitgeist? Im Good Banks wächst der Salat die Wände hoch

GOOD BANK

Wo genau die Lebensmittel in der Gastronomie herkommen, bleibt oft schleierhaft, und wenn man es wissen will, bleibt oft ein hingenuscheltes „Großmarkt“ die Antwort. Im Good Banks ist die Sache allerdings glasklar und soll auch nicht zu übersehen sein: Direkt hinter der Theke wachsen vertikal hochgebaut in großen Schalen Salate. Genaugenommen sind es zwei Salatsorten, Eichblatt und Kopfsalat, sowie ein Grünkohl. Das bedeutet, dass auch hier, in dem als „europa­weit erstem vertical-farm-to-table“ beworbenen Restaurant, die meisten Zutaten für die diversen Bowles, Suppen, Säfte und Kuchen natürlich nicht vor Ort (und unter diesem gewöhnungsbedürftigen Kunstlicht) wachsen.
Aber interessant ist es schon. Und es schmeckt, egal ob mit dem wirklich guten eigenen Eichblatt oder den zugekauften anderen Sachen, auch ziemlich gut. Erwartbar in der zeitgeistigen Aromensprache sicherlich (auch das Good Bank ist ein typischer Mitte-Lunch-Laden), aber durchaus hochwertig umgesetzt. Der Salat „Mezze Meatball“ zum Beispiel, vegetarisch mit Auberginen-Frikadellen und gebratenem Halloumi, ist ein Ausbund an Geschmack mit hervorragend zusammenpassenden Komponenten plus einem Dressing, dass das Gesamtbild nicht erschlägt, sondern trägt. Und der sehr dichte, aber gar nicht trockene „Raw Chocolate Cake“ ist eine ebensolche Freude. Der Name der Gerichte macht allerdings auch klar – der Laden ist in Mitte, be prepared to order in English (and bring some money). Wirklich günstiger wird der Lunch also nicht, auch wenn sich der Wirt die Transportwege spart.

Good Banks Rosa-Luxemburg-Str. 5, Mitte, Mo – So 11.30 – 22 Uhr, www.good-bank.de

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