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Möglichkeiten und Hindernisse

Hauptstadt als Vorreiter – was sind die Getränketrends in Berliner Bars und Restaurants?

Berlin, ein Paradies für Trendsetter. Foto: © Yakobchuk Olena / stock.adobe.com

Wer nach Berlin kommt und etwas erleben will, der sollte sich nicht nur auch die gastronomischen Hotspots der Hauptstadt aufsuchen, um das ganz besondere Flair auch hier regelrecht aufsaugen zu können. Insbesondere im Getränkebereich sind die Bars Berlins seit langem Trendsetter.  Einige dieser Trends möchten wir uns hier mal etwas näher anschauen.  

Weinschorle – im Sommer erfrischend

Zugegeben, Berlin ist nicht in erster Linie für seinen exzellenten Wein bekannt, obwohl in der Hauptstadt sogar Reben angebaut werden. Wenn aber im Sommer ordentliche Hitze in der Stadt an der Spree herrscht, dann gibt es kaum einen besseren Durstlöscher, als eine Weinschorle. Die Mischung aus erstklassigem Wein und Mineralwasser erfrischt und löscht gleichzeitig den Durst. Man kann ihn in jeder Bar bestellen oder ihn in einem Restaurant zum Essen genießen. Immer häufiger werden hierfür im Übrigen die Varianten aus biologischem Anbau genutzt. Nachhaltigkeit ist schließlich ein allgegenwärtiges Thema und wer sogar in diesem Kontext seinen Beitrag leisten kann, der tut es tatsächlich auch immer häufiger. Auch diese Tatsache kann man also durchaus schon als Trend bezeichnen.

Berliner Weiße mit Schuss – fast ein Nationalgetränk für Hauptstädter

Ein Getränk, dass einem sofort einfällt, wenn man an Berlin denkt, ist die berühmte Berliner Weiße mit Schuss, wobei sich dieser Schuss auf den Himbeer- oder Waldmeistersirup bezieht, der in das obergärige Hefeweizen gegeben wird und dem Getränk seine knallrote oder quietschgrüne Farbe verleiht. Zugegeben, nicht jeder mag den Geschmack von Hefeweizen, aber in Verbindung mit dem Sirup entsteht ein sehr angenehmer und erfrischender Geschmack, der zu jedem Berlin-Besuch dazugehört.

Fassbrause von Kreuzbär – der traditionelle Durstlöscher in Berlin

Vor allem für Kinder, aber auch für viele Erwachsene Berliner ist Fassbrause ein absolutes Muss, wenn es um Durstlöscher geht. Die leckere Brause wird nach einem Originalrezept des Chemikers Ludwig Scholvien aus dem Jahre 1908 hergestellt. Die Limo mit der charakteristischen, braunen Farbe enthält nicht nur Wasser und braunen Rohrohrzucker, sondern auch Kräuteraroma, Kohlensäure, Koffein, Zitronen- und Apfelsaftkonzentrat sowie Extrakt aus Gerstenmalz und Süßholzwurzel. Das herstellende Unternehmen Kreuzbär betont, dass seine Fassbrause vegan ist.

Mate – Trendgetränk für sehr lange Nächte in Berlin

Ursprungsregion des Mate-Strauchs ist Südamerika, wo ihn die Einwohner schon seit mehreren tausend Jahren als Kulturpflanze schätzen. Aus den Blättern wird ein Aufgussgetränk hergestellt, das stark aufputschende Eigenschaften besitzt. In Deutschland ist es seit den 1920er Jahren als kalt getrunkene Limo-Variante bekannt und zur Jahrtausendwende verbreitete es sich in den Techno-Clubs von Berlin. Die aufputschende Wirkung wird durch den hohen Koffeingehalt verursacht. In Berlin genießt man es meist stilvoll als alkoholisches Mischgetränk, dessen Zubereitung sich zu einem wahren Ritual entwickelt hat. Man öffnet die Flasche, trinkt ein paar Schluck und füllt den leeren Platz mit Gin, Wodka oder auch Sekt auf. Das Mischgetränk mit Mate ist der perfekte Wachhalter für extrem lange Nächte.

Berliner Mätchen – gesund und erfrischend zugleich

Man bekommt sie vor allem im Spätkauf, wenn man nach dem Berliner Mätchen fragt. Gemeint ist die bekannte naturtrübe Apfelschorle, angereichert mit grünem Matetee sowie pflanzlichem Koffein. Die Äpfel für dieses überaus trendige Getränk stammen übrigens von Streuobstwiesen heimatlicher Regionen, was dazu führt, dass Berliner Mätchen bei jeder Flasche etwas anders schmecken kann, je nachdem, welchen Witterungsbedingungen die Äpfel ausgesetzt waren. Der im Getränk enthaltene Matetee kommt aus Süd-Brasilien.  

Der Pfeffi – vom Überbleibsel der DDR zum echten Trendgetränk

Wenn man am Wochenende mit Freunden die Berliner Nächte genießen will, beginnt eine solche Tour meist damit, dass man sich eine Grundlage für den späteren Alkoholkonsum schafft, entweder durch ein stilvolles Essen in einem Berliner Restaurant, durch eine der legendären Currywürste oder mithilfe eines leckeren Döners.

Eine lange Nacht in Friedrichshain oder Kreuzberg ohne Pfeffi ist keine richtige Nacht. Beim Pfeffi handelt es sich um einen süßen Pfefferminzlikör, der die DDR nicht nur irgendwie überdauert hat, sondern inzwischen zu den echten Trendgetränken von Berlin gehört. Ganz egal ob man jung oder alt, arm oder reich ist, die sehr erfrischende Wirkung dieses Likörs mit giftgrüner Farbe ist in allen Teilen der Hauptstadtszene bekannt und beliebt. Ein im wahrsten Wortsinn ein wahrer Evergreen.

Trendgetränk ohne Alkohol – türkisches Ayran

Orientalische Einflüsse auf unsere Ess-und Trinkkultur. Foto: © Natalya / stock.adobe.com

Ein Trendgetränk muss bekanntlich nicht immer Alkohol enthalten und so ist es auch mit dem Ayran. Während andere Getränke in ansprechenden Weingläsern, Sektflöten oder Pilsgläsern serviert werden, genießt man Ayran aus einem Yoghurtbecher. Dieses aus der Türkei stammende Erfrischungsgetränk besteht aus Yoghurt, Wasser sowie etwas Salz und überzeugt durch seinen etwas säuerlichen Geschmack, der sehr erfrischend ist. Man kann Ayran einfach so trinken, es passt aber auch zu türkischen Fleischgerichten wie etwa Lahmacun, Köfte oder Döner. Inzwischen wird Ayran auch mit Kirsch- oder Mango-Geschmack angeboten. Für warme Sommerabende in Berlin ist Ayran genau das richtige Getränk, um sich vor einer langen Nacht zu stärken.

Den Berliner Winter gibt es auch als leckeres Trendgetränk

Die Idee zu einem inzwischen bekannten Getränk in Berlin hatte ein Barkeeper. Ein Gast bestellte bei ihm einen Whiskey mit Apfelsaft und ein bisschen Zimt. Besagter Barkeeper fand diese Mischung so interessant, der er damit zuhause experimentierte und schließlich den Berliner Winter kreierte. Das Trendgetränk besteht heute aus Wodka, naturtrübem Apfelsaft von Streuobstwiesen, Zimt und ein paar anderen Gewürzen. Man kann den Berliner Winter nicht nur kalt, sondern auch warm genießen. Die begehrten Flaschen gibt es nur in ausgewählten Geschäften der Bundeshauptstadt, unter anderem in der Apfelgalerie, beim Voo Store sowie im Kaffeemitte.

Wostok – russische Limo in Berlin

Nicht jeder mag die in Berlin sehr bekannte Fassbrause, sondern wünscht sich eine Limo mit etwas anderem Geschmack. Dann lohnt es sich, Wostok zu probieren. Seinen Namen hat das Getränk aus der russischen Sprache. Wostok kann als „der Osten“ übersetzt werden. Die Limo ist das Ergebnis der Idee, den Deutschen Limo aus Russland in Deutschland näherzubringen. Entwickelt wurde die Limo von der in Kreuzberg ansässigen Baikal Getränke GmbH. Das Unternehmen schuf eine Limonade, bei der die sehr ungewöhnliche Zusammenstellung der Zutaten das wesentliche Alleinstellungsmerkmal ist. Beispielsweise werden Taigawurzeln mit Fichtennadel-Öl gemixt oder auch Anis und Fenchel. Das leckere Ergebnis ist ein Getränk mit russischem Einfluss, der inzwischen Kultstatus in Berlin genießt.

Flüssiger Proviant – Limos, Smoothies und Schorlen aus Bio-Zutaten

Bio liegt immernoch voll im Trend, von gesunden Smoothies bekommen wir einfach nicht genug. Foto: © sonyakamoz / stock.adobe.com

Seit 2009 gibt es mit Proviant Berlin ein Unternehmen, das extrem leckere Smoothies, Schorlen und Limonaden herstellt, für die ausschließlich Zutaten aus biologischem Anbau verwendet werden. Es kommen also keine künstlichen Aromen oder Zusatzstoffe und auch keine Konzentrate in die Produkte. Gerade aufgrund der natürlichen Bestandteile genießt das Unternehmen bei vielen Gastronomen und Bio-Märkten der Hauptstadt einen extrem guten Ruf und zählt inzwischen zu den Trendgetränken in Berlin.

Our/Berlin – Wodka aus der Bundeshauptstadt

Viele kennen vor allem russischen oder finnischen Wodka und wundern sich, wenn sie bei einem Berlin-Aufenthalt auf Our/Berlin stoßen, einen mitten in der Stadt hergestellten Wodka mit einem Alkoholgehalt von 37,5 Prozent und einem sehr fruchtigen Geschmack. Dieser wird durch spezielle Hefekulturen erzeugt. Als Getreide verwendet das Unternehmen nur Weizen aus dem Münsterland. Wer sich eine Flasche dieses Trend-Wodkas zulegen möchte, kann dies direkt beim Hersteller tun, eine Online-Bestellung tätigen oder in einem der zahlreichen Geschäfte vorbeischauen, in denen Wodka der Marke Our/Berlin angeboten wird, etwa im KaDeWe (Kaufhaus des Westens).

Immer neue Trendgetränke in Berlin – Tipps gibt es in verschiedenen Medien

Berlin ist eine pulsierende Stadt, in der viele kreative Leute mit ständig neuen Ideen leben. Jeden Tag werden ungewöhnliche Konzepte erdacht, vielversprechende Geschäftsmodelle ausprobiert und neue Rezepte für Speisen und Getränke entwickelt. Die Bundeshauptstadt ist multikulturell, was sich auch an den vorgestellten Trendgetränken ablesen lässt. Die Stadt ist eine schier unerschöpfliche Quelle für Ideen. Eine gute Möglichkeit, sich über neue Trends in Berlin auf dem Laufenden zu halten, besteht darin, die eine oder andere auf Berlin-Tipps spezialisierte Website zu besuchen. Dort kann man täglich lesen, was in Berlin in den verschiedensten Bereichen passiert und was angesagt ist.

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