Street Food

Vom Himalaya auf den Prenzlauer Berg: Holy Everest

Zjesh Lama war Sherpa auf dem Dach der Welt. So heißt auch sein Lokal: Holy Everest

Vom Himalaya auf den Prenzlauer Berg: Zjesh Lama, Foto: Anna Warnow


Vermutlich ist dieses Imbisslokal in der Gleimstraße dieser Tage der beste Ort in Berlin, um sich genussvoll daran zu erinnern, worum es diesem so fettigen Megahype namens Street Food ursprünglich einmal gegangen war: Um die Möglichkeit, ohne viel Budget und Infrastruktur die Küche seiner Biografie in die neue Heimat zu tragen. So hatte das zumindest einmal angefangen, in Südkalifornien beispielsweise, wo mexikanische Einwander*innen aus Ermangelung eigener Restaurants ausrangierte Lieferwagen zu improvisierten Food Trucks umgebaut hatten. In Berlin wurde dann der Street Food Thursday in der Markthalle Neun zu einem jener Orte, an denen es fortan um mehr ging, als nur um den nächsten Burger, den einer durch eine Luke reicht. Just dort war mir auch Zjesh Lama zum ersten Mal begegnet. Der hatte daheim im Himalaya tatsächlich als Sherpa und Bergführer gearbeitet. Und war dann irgendwann mit seinen Momos, gefüllten nepalesischen Teigtaschen, nach Berlin gekommen. Einem köstlichen Produkt, das von beidem erzählt: Von der Universalität der Teigtasche, ob nun als Ravioli, Maultasche, Dumpling oder eben (vegetarisch gefülltem) Momo. Und vom Gewinn, eine Küche von so weit über der Welt authentisch kennenlernen zu dürfen. Seit einigen Wochen nun hat Rajesh Lama sein eigenes Restaurant. Es heißt wie einst sein Stand auf dem Street Food Thursday: Holy Everest. Es ist ein unglaublich freundlicher Ort – und wahrhaftig lecker.

Holy Everest Gleimstraße 54, Prenzlauer Berg, Di–So 12–23 Uhr, bei Facebook: Holy Everest Berlin

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