Essen & Trinken

Honça

Der Ludwigkirchplatz gehört mit zu den schönsten Plätzen von Berlin. Im Sommer kann man unter ausladenden Bäumen sitzen, die vor ewigen Zeiten rund um die Sankt-Ludwig-Kirche in die Erde gebracht wurden. In der kälteren Jahreszeit ist man froh über das reiche Angebot an Restaurationen, die hier im Dreieck Pariser, Pfalzburger und Emser Straße ihre vielfältigen Küchen anbieten. Seit einiger Zeit ist am Platz auch das Honça beheimatet, das sich der anatolischen Küche verschrieben hat. Und so erwartet den Gast dann auch eine Vielzahl an Gerichten aus Kleinasien, bei denen es schwer­fällt, einen Favoriten zu benennen, weil sie alle köstlich sind.

Zum Beispiel die Variation von Weinblättern, die mit Bulgur und Lammhack gefüllt und mit P?aumen aromatisiert wurden, wodurch sie eine feine süßliche Note erhielten. Oder die mit verschiedenen Gemüsen gefüllten Wachteln, saftig gegart und mit feinen Kräutern und Gewürzen abgeschmeckt. Lamm steht natürlich auch auf der Karte, im Winter mit Gemüse der Saison, Bohnenpüree und Lammsauce – ein Klassiker aus Istanbul, wie auch das Seebarschfilet, zu dem hier Meeres­fenchel und marinierte Meeresalgen gehören. Platz lassen sollte man unbedingt für ein Dessert, denn ohne süße Sachen geht es gar nicht in der anatolischen Küche. Für die Ekmek Kadayifi etwa, wahre Kalorienbomben, die mit Frischkäse und Joghurtsoße gefüllt sind und fast auf dem Teller schwimmen. Seinen Namen hat das Restaurant übrigens nach einem speziellen Tablett aus Kupferblech, dem Honça Tepsi, in das sechs Dellen geschlagen sind, die man zu großen Feierlichkeiten mit Nüssen und Gebäck befüllt und dann an die Gastgeber verschenkt. Eine schöne Tradition.

Honça Ludwigkirchplatz 12, Wilmersdorf

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