Indisch

India Club Berlin in Mitte

Im Adlon verfehlt der India Club den eigenen Anspruch

Inder in Berlin? Die reihen sich in der Akazienstraße aneinander. Tandoori-Chicken vom Aluteller zum günstigen Kurs. Der Gegenentwurf: Auf der Adlon-Rückseite hat der India Club eröffnet. Ein Projekt der Jagdfeld-Gruppe, entsprechend hoch die Erwartungen. Gibt es jetzt auch in Berlin indische Küche auf weltläufigem Niveau?

Das vornehmlich indische Personal ist hübsch gekleidet und smart. Chefkoch Manish Bahukhandi sei eigens aus Neu-Delhi gekommen. Die nordindische Karte liest sich gut. Bei Preisen von 14 bis 18 Euro für Vorspeisen und 16 bis 32 Euro für Spezialitäten aus dem Tandoori-Ofen darf einiges erwartet werden. Doch schon beim Start mit frittierten Garnelen, Masala und Minz-Chutney drängt sich die Panade in den Vordergrund, beim Papaya-Salat dominieren die rohen Sojasprossen. Fein hingegen die Dips wie Raita mit Joghurt, Gurke, Minze und Kumin. Das Murgh-Malai-Huhn (tolle Qualität von Jagdfelds Bio-Gut Vorder Bollhagen) mit grünem Kardamon, Muskatblüte und Rahmkäse blieb geschmacklich wenig in Erinnerung. Das Curry nach einem Familienrezept des Chefkochs punktete durch Authentizität.
Unterm Strich: noch eine ziemliche Berg- und Talfahrt dieser pompös gestaltete India Club.

India Club Berlin Behrenstr. 72, Mitte, Tel. 20 62 86 10, Mo–So 18–23.30 Uhr, www.india-club-berlin.com

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