Imbiss

J. Kinski in Friedrichshain

Vom Bordstein zum Boxi – Sandwichprinzip: J. Kinski sind mit ihrer radikal handwerklichen und chronisch geschmacksintensiven Street-Food-Küche sesshaft geworden

J. Kinski

Gut Ding will Weile haben. 200 Stunden mariniert deshalb die Rinderbrust von Jörg Kinski, dessen Nachnamen einmal ein anderer war. Damals in Jena aber, als er erste Partys und dann einen Club und bald darauf Clubs mit recht gutem Essen gemacht hatte, wurde er irgendwann Kinski genannt. Der Name ist geblieben und auch das Logo mit der Strichmännchenkatze, die einmal seine Oma gemalt hatte. Neu ist das Ladenlokal in der Gabriel-Max-Straße 17 in Friedrichshain, in dem es künftig saisonal belegte Sandwiches gibt, die doch viel mehr sind als nur belegte Brote.
Sie sind auch ein Statement. Ein Statement über die zunehmende Schnelllebigkeit jener Street-Food-Szene, mit der J. Kinski – in Köln, in Zürich und erst recht auf dem Street Food Thursday in der Kreuzberger Markthalle Neun – groß geworden ist. Radikal handwerklich und saisonal arbeiten die Kinskis in ihrer Produktionsküche in Jena. Die Rinderbrust zerfällt zwischen selbstgebackenem Sauerteigbrot (ab 7,50 Euro), den perfekten Raclettekäse hat man ausgerechnet in einer kleinen Käserei im Spreewald gefunden, die Gemüse sind eingelegt, gepickelt, angemacht – und teilweise selbst angebaut. Biozertifizierte Chilischoten beispielsweise. Zu den Pommes (gibt es bessere in dieser Stadt?) gibt es acht hausgemachte Dips. Und aus dem Hahn kommen die Biere der charmanten Berliner Motel Brewerie – oder ein ehrliches Pils aus Thüringen.
Ach ja: Guten Kaffee und unfassbar gute Kuchen gibt es auch. Wir empfehlen die hunderprozentige Schokoladentarte aus 99-prozentiger Dunkelschokolade.

J. Kinski Gabriel-Max Straße 17, Friedrichshain, Mo-Sa 11-22 Uhr, www.facebook.com/jkinski.fhain

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