Essen & Trinken

Kalte Schulter (Gastbeitrag von Olvier Burgard)

oliver_hipiWas schmeckt besonders gut an einem eiskalten Winterabend? Ein heißes, deftiges Käsefondue. Und wo gibt’s das? In Britz. Dort hat vor Kurzem ein neues Restaurant aufgemacht, in dem nach Schweizer Rezepten gekocht wird. Chäs Chuchi. Kurzer Anruf am Samstag: „Ein Tisch für zwei Personen? Sehr gern, wir freuen uns auf Sie!“ Für die Anreise wappnen wir uns mit dicksten Handschuhen, Jacken und Schals. Ungefähr 20 Minuten wandern wir durch Britz, und mit jedem Meter steigt die Vorfreude. Am Ziel der Wanderung dauert es einen Augenblick, bis wir begreifen, was wir sehen. Die Eingangstür ist verschlossen. Durchs Fenster beobachten wir zwei Männer. Einer telefoniert mit dem Handy, der andere räumt auf. Wir klopfen, wir winken, wir frieren, wir haben einen Tisch reserviert. Und es passiert: nichts. Auf einem Zettel an der Tür lesen wir, dass das Restaurant wegen Heizungsproblemen erst um 17 Uhr aufmacht. Uns würde interessieren, wann und warum das Restaurant an diesem Abend zugemacht hat. Und wie es sein kann, dass man Gäste, die nachmittags einen Tisch reservieren, abends vor der Tür stehen lässt. Bei minus 20 Grad.

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