Essen & Trinken

Kampftrinker

HeinzMinkiKreuzberg hat es im Augenblick nicht ganz leicht. Touristen aus aller Welt besuchen diesen Bezirk und genießen unter anderem das berühmte Nacht­leben. Ein Nachteil ist, dass stramme Jungs aus dem englischsprachigen Raum auch tagsüber dem Genuss von alkoholischen Getränken nicht abgeneigt sind. So letztens bei Heinz Minki, einem idyllisch gelegenen Biergarten. Eine Gruppe goss sich via Schlauch und Trichter den Alkohol direkt in die Kehle. Das wurde mit reichlich Urlauten begleitet. Kaum jemand traute sich in die Nähe der Kampftrinker, die meisten Gäste hatten jegliche Lust verloren, im Garten länger zu bleiben. Eigentlich hätte man erwartet, dass der Wirt die Jungs zur Ordnung ruft, aber das wäre ohne Konsequenzen geblieben. Was ist nun perspektivisch sinnvoller? Welchen Gästen sollte ein Gastronom nun den Vorzug geben? Beide Gästegruppen gleichzeitig an einem Ort vertragen sich nämlich nicht. Setzt man auf die­­-je­nigen, die regelmäßig und in Maßen konsumieren, oder auf die Besucher, die einmal etwas erleben wollen, großen Umsatz machen und danach nie wiederkommen? Es wird spannend bleiben in Kreuzberg.

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