Essen & Trinken

Keepers Digest: Reingold

Keeper_Reingold1 Goldwand
Die beiden handwerklich begabten Freundinnen Juliane Rothenburg und Cordula Langer haben eine Woche Arbeit auf sich genommen, um die perfekte Goldwand zu kreieren: Zunächst die glatte Fläche grundieren und mit Schellack bearbeiten, dann in Gelb vorlackieren und mit Anlegeöl bestreichen, schließlich darauf die hauchdünnen Goldplättchen anbringen.

2 Lichtkonzept
Das Lichtdesign aus raumstrukturierenden Downlights und effektvoll leuchtenden Röhren wurde von Karsten Krause entwickelt und umgesetzt. Der Lichtarchitekt konzipiert sonst Lichtdesigns für Stadträume und Messestände.

3 Meskal
Meskal wird aus dem Herzen der Agave, einem Liliengewächs, hergestellt, nachdem die Agave zum ersten und zugleich letzten Mal geblüht hat, also nach etwa sechs bis zehn Jahren Wachstum. Der preisgekrönte „Del Maguey“ im attraktiven Bastkorb ist eine absolute Rarität. Die mexikanischen Meskals dieser Marke tragen jeweils den Namen des Dorfes, in dem sie produziert werden. Hier: Pechuga. Und die Nummern von Flasche und Fass: Bottle 69, 2007, Fass 06/003. Interessant zu wissen: Der würzige Geschmack entsteht bei diesem Meskal dadurch, dass ein ganzes Huhn im Kupferkessel mitdestilliert wurde. 4 cl kosten 14 Euro. Eins noch: Entgegen landläufiger Meinung enthält Meskal kein Meskalin. Er ist nicht halluzinogen.

4 Kuckucksuhr

Der Schwarzwald ist Uhrenland. Zu Höchstzeiten wurden dort bis zu 60 Prozent der weltweit hergestellten Wanduhren produziert. Bei der heute im Volksmund Kuckucksuhr genannten Wanduhr handelt es sich eigentlich um eine Variation der so genannten Bahnhäusle-Uhr. Kuckucksuhren gab es nämlich schon im 17. Jahrhundert. Allerdings nur ohne Haus. Die Uhr mit dem im Haus beheimateten Kuckuck ist ein echtes Designprodukt und eine Schwarzwälder Erfindung. Bei einem Wettbewerb für zeitgemäßes Uhrendesign im Jahr 1850 verzierte Friedrich Eisenlohr eine Uhr in Form eines Bahnwärterhäuschens mit einem Ziffernblatt. Die Geburt des beliebten Schwarzwaldsouvenirs, das im 19. Jahrhundert milliardenfach im Schwarzwald hergestellt wurde. 5 Pineapple-Sellerie-Boost
Barchef Jakob Etzold arbeitet exakt nach dem Rezept von David Wiedemann. Eine Scheibe frische Ananas, fünf Zentimeter Staudensellerie, Bitters, ein Eiweiß, Wodka mit Zitronengrasinfusion, hausgemachter Zuckersirup und frisch gepresster Zitronensaft nach Geheimrezept vermischen und durch einen „Double Strain“, also durch Strainer und Barsieb in eine gekühlte Cocktailschale abseihen. Schließlich sollen keine Bestandteile der frischen Zutaten im Glas landen.

6 Champagnerkraut
Fingerfood auf höchstem Niveau – das ist Champagnerkraut in Wacholderschinken. Diese Krautvariation wird in Champagner gewaschen und eingelegt. Champagnerkraut ist aber keine Erfindung unserer Zeit. Wer sich Champagner zu Großmutters Zeiten nicht leisten konnte, nahm Cidre, Grappa oder Moselsekt.

Recherche und Text:
Susan Schiedlofsky

Reingold

Novalisstraße 11, Mitte,
Tel. 28 38 76 76,
www.reingold.de;
U-Bhf. Oranienburger Tor,
Tram M1, M6, M10, 12;
Di-Sa ab 19 Uhr

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