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Keepers Digest: Shochu-Bar

Shochu1 Interieur
Dunkle Hölzer, Leder, Schiefer und schwarzer Lack – das ele­gante Design der Ma-Restaurants und damit auch der Shochu-Bar wurde von der Designerin Anna Maria Jagdfeld entworfen. Neben den Jademosaiken verwendete sie vor allem gelben Marmor, der von einem speziellen Lichtdesign effektvoll hervorgehoben wird. Die Designerin hat mit ihrer Firma „amj design“ seit 1997 viele bekannte Interior-Projekte realisiert und gestaltete unter anderem auch die Japanische Botschaft in Berlin.

2 Orangenlikör
Da die japanische Spirituose nur einen geringen Eigengeschmack besitzt, eignet sich Shochu nicht nur als Basis für Cocktails, sondern auch als Grundsubstanz für Liköre aller Art. Eine spezielle Hauskreation der beiden Barchefs Andreas Berg und Arndt Henning-Heissen ist der Orangenlikör. Nach eigener Rezeptur haben sie verschiedene Gewürze in Shochu eingelegt und diese dann darin reifen lassen. Ihre Experimente münden aber auch in Geschmacks­­richtungen wie Lakritze und Holunderblüte!

3 Jade-Fliesen
Jade ist die weltweit typische Bezeichnung von Gesteinen, die überwiegend aus den Mineralen Jadeit und Nephrit gebildet wurden. Die Farbe des Jadeits zeigt alle Variationen von Grün und kann bisweilen auch ins Schwarze spielen. Farbloses oder wie in der Bar verwandtes weißes Jadegestein ist nur selten zu finden. Jade wurde abgeleitet vom spanischen „piedra de ijada“, was soviel wie Lenden- oder Nierenstein bedeutet. In China wurde das farbige Silikat bereits vor 5000 Jahren für Kunstgegenstände, Schmuck, aber auch zur Verzierung von Werkzeugen und Waffen verwandt.

4 Rosenblüten-Shochu
Wie in allen Cocktails der Bar werden für diesen schaumigen Drink nur frische Zutaten benutzt. Der Reihe nach füllt Andreas Berg Shochu, Zitronensaft und Agavendicksaft ins Glas und garniert die Mixtur mit Pink-Grapefruit-Espuma und einzelnen Rosenblättern. Der Agavendicksaft gibt dem Getränk eine neutrale Süße und überlagert nicht wie normaler Zucker die anderen Aromen, gilt als gesund und ist nicht zuletzt auch für Diabetiker geeignet.

5 Shochu
Shochu ist in Japan ein äußerst beliebtes alkoholisches Getränk, welches, im Gegensatz zum mit Hefe fermentierten Sake, durch Destillation gewonnen wird. Ursprünglich aus China und Korea kommend, hat das alkoholische Getränk in Japan eine Tradition, die bis ins 8. Jahrhundert zurück­reicht. Der Alkoholgehalt von Shochu liegt meist bei ca. 25 Prozent, obwohl einige Sorten auch bis zu 43 Prozent beinhalten. Es kann sowohl aus Reis, was gern zur Verwechslung mit Sake beiträgt, als auch aus Gerste, Süßkartoffeln oder braunem Rohrzu­cker gewonnen werden. Die jeweilige Zutat wird dann mit Koji, einem Schimmelpilz, über mehrere Wochen fermentiert und danach destilliert. Die Heimat von original japanischem Shochu befindet sich in der Region Kagoshima auf der Insel Kyushu.

Recherche und Text: Martin Daßinnies

Shochu Behrenstraße 72, Mitte, Tel. 30 11 17 33-3, www.ma-restaurants.de;
Di-Sa 18-2 Uhr; Cocktails 8-16 Ђ

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