Essen & Trinken

Kochbücher im Härtetest

KochBuchTestVersuchsköchin Janett Haid (25, Studentin der Kommunikationswissenschaften in der schönen Stadt Frankfurt/Oder) bastelt frische Sommerrollen mit Chili-Fischsauce und Erdnuss-Zitronengras-Sauce aus dem Kochbuch „Höllisch scharf und himmlisch süß“ von Sabine Hueck und Margit Knapp.

Rezept:

Sommerrollen:

  • 1 Packung rundes Reispapier
    1 kg rohe, geschälte Garnelen
    200g dünne Reisnudeln
    2 Möhren
    1 Gurke
    1 fester Kopfsalat
    100g Mungobohnensprossen
    1 Bund Pfefferminze
    1 Bund Thai-Basilikum
    1 Bund Schnittlauch
    Öl
    Fischsauce
    brauner Zucker

Chili-Fischsauce:

  • 2 rote Chilischoten
    1 Frühlingszwiebel
    2 Knoblauchzehen
    12 EL Zitronensaft
    3 EL Zucker
    8 EL Fischsauce
    50ml Wasser

Erdnuss-Zitronengras-Sauce:

  • 120g Erdnusscreme
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Chilischote
  • 2 EL Fischsauce
  • 7 EL Kokosmilch
  • 1 Stängel Zitronengras
  • 80 ml lauwarmes Wasser

 

KochBuchTestZubereitung:

  • Kleiner Tipp im Vorfeld: Erst die Saucen zubereiten, auch wenn sie im Kochbuch hinter der Zubereitungsanleitung für die Sommerrollen stehen. Die Saucen müssen nicht warm bleiben.
  • Für die Chilisauce Frühlingszwiebeln, Chilis und Knoblauch fein hacken, in einer Schale vermischen und mit Fischsauce, Limettensaft und Zucker verrühren. Zuletzt bis zur gewünschten Konsistenz mit Wasser verdünnen.
  • Ähnliches Prozedere gilt für die Erdnuss-Sauce. Knoblauch, Chili und Zitronengras kleinschneiden, mit Erdnusscreme, Kokosmilch, Fischsauce und lauwarmen Wasser vermischen und abschmecken.
  • Für die Sommerrollen die Garnelen im fließenden Wasser auftauen, geht relativ schnell. Die Reisnudeln ca. 20 Minuten in kaltes Wasser einlegen, dann für eine Minute in kochendes Wasser geben. Gemüse in dünne Streifen schneiden, Kräuter hacken und alles auf einem großen Teller anrichten. Aufgetaute Garnelen in einer Pfanne anbraten und mit Fischsauce und Zucker würzen. Danach in eine Schale geben.

 

Die angerichteten Zutaten auf den Tisch stellen und allen Mitessern erklären, wie so eine Sommerrolle bestückt und verpackt wird:

  • Reispapier für ca. 1-2 Minuten in eine Schale mit kaltem Wasser legen bis es eine flexible, gummiartige Konsistenz hat und auf dem Teller ausbreiten. Hier greift sich jetzt jeder nach Belieben Reisnudeln, Gemüse, Kräuter und Garnelen, legt die Zutaten auf das Reispapier und beginnt zu rollen. Zuerst das Blatt links und rechts umklappen und dann von unter her vorsichtig zusammenrollen. Fertig ist die Sommerrolle, vielleicht nicht von Anfang an formschön, aber mit der Zeit bekommt man Übung.


Die Handhabung des Rezepts:

  • Die Zutatenliste des Rezepts ist im Kochbuch um einiges länger und schreckt etwas ab. Es wird aber deutlich, dass das Rezept keine dieser Zutaten als unbedingt notwendig betrachtet, sondern eher als Empfehlung und Variationsmöglichkeiten. Zwar ist die Schnibbelei eine recht zeitaufwändige Angelegenheit, die aber gut auf die Wartezeit für das Auftauen der Garnelen und das Einlegen der Reisnudeln abgestimmt ist. Wer der Beschreibung des Rollprozesses in Worten nicht hundertprozentig folgen kann, bekommt in diesem Kochbuch Bildmaterial das zumindest erahnen lässt, wie das Wickeln so vonstatten gehen sollte. Weiterhin verstecken sich ein paar sinnvolle Tipps im Rezept: Wie bewahre ich die Sommerrollen auf, wenn sie nicht aufgegessen werden oder wo kann ich die Saucen schon fertig kaufen und wie verfeinere ich sie mit einfachen Mitteln.

 

Höllisch Scharf Fazit:

  • Der Koch hat eigentlich nur die Aufgabe alle Zutaten zurechtzuschneiden und anzurichten, was eine selbst für Laienköche relativ einfache Aufgabe ist. Die Fingerfertigkeit müssen zuletzt die Gäste beim Rollen beweisen, was den Kommunikations- und Spaßfaktor beim Essen doch sehr erhöht.

Fotos: Eric Strelow/Hipi

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