Essen & Trinken

Kochbücher im Härtetest

LaCucinaVersuchsköchin und Vegetarierin Lene Bayerlein (25, Studentin der Gender Studies) wagt sich an Torta di Pomodori (Tomatenkuchen), ein Rezept aus dem Kochbuch „La cucina verde“ von Carlo Bernasconi und Larissa Bertonasco.

Rezept:
300 g Ochsenherztomaten
2 EL Paniermehl
2 EL geriebener Parmesan
1 Portion Mürbeteig
125 g Büffelmozzarella
150 g Provolone doice
2 Eier
3 El gehacktes Basilikum
1 EL frischer Oregano
3 EL gehackte scharze Olive
Salz, schwarzer Pfeffer

 

Zubereitung:

  • Tomaten in dünne Scheiben schneiden, salzen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Paniermehl und Parmesan mischen. Eine runde Backform (26 cm Durchmesser) mit Mürbeteig auskleiden und Parmesan-Paniermehl-Mischung darüberstreuen.
  • Mozzarella und Provolone mit Eiern, Basilikum und Oregano in einem Cutter zu einer homogenen Mase zerkleinern.
  • Tomatenscheiben auf der Paniermehl-Parmesan-Mischung gleichmäßig verteilen, die Käsemasse darübergeben und zum Schluss die gehackten Oliven über den Kuchen streuen. Im vorgeheizten Backhofen bei 190 Grad etwa 40 Minuten backen.
  • Zum Tomatenkuchen passen ein einfacher Blattsalat und ein sizilianischer Merlot von Planeta.


Folgende Irritationen gab es während er Zubereitung:

  • Den Mürbeteig muss man vorher fertigstellen. Ist aber ganz einfach in der Zubereitung. Probleme gibt es bereits beim Kauf der Ochsenherztomaten, ist in gängigen Gemüseläden nicht zu haben. Auch das Berliner KaDeWe konnte nicht weiter helfen. Im Rezept heißt es „Die Backform mit Mürbeteig auskleiden.“ Dabei wird im Rezeptbuch nicht erwähnt, ob man die Backform vorher einfetten soll. Muss man aber! Mozzarella, Provolone, Basilikum, Oregano, Eier in einem „Cutter“, damit ist ein Mixer oder ein Pürierstab gemeint, zu einer Creme verarbeiten. Der Käse muss vorher klein geschnitten werden – steht so auch nicht im Rezept –, damit es überhaupt zu bewerkstelligen ist. Lene musste ein drittes Ei dazu geben, sonst wäre die Masse ein zäher Brei geblieben. Der bei den Zutaten erwähnte Pfeffer taucht nirgendwo bei der Zubereitung auf.


Fazit: Das Rezept liest sich einfacher als es dann in der Praxis funktioniert. Für Anfänger nicht geeignet, denn ein wenig Mut und Nachbesserung ist gefragt.

Foto: Fotoagentur hipi

Höllisch scharf und himmlisch süß“ von Sabine Hueck und Margit Knapp.

 

Mehr über Cookies erfahren