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Lieferando führt Rebowl-Mehrwegsystem für Behälter ein

Text: Sebastian Scherer
Veröffentlicht am: 15.09.2021
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Lieferdienste sind Fluch und Segen – in Berlin konkurrieren inzwischen einige Firmen darum, das Essen an die Wohnungstür bringen zu dürfen. Allerdings wird mit der bequemen Lieferung auch viel Müll produziert. Der Anbieter Lieferando will dem nun zumindest ein Stück weit entgegentreten und kooperiert mit Rebowl, einem Mehrwegsystem, das es Restaurantbetreibenden ermöglicht, ihre Speisen in wiederverwendbare Behältnisse mit Pfandsystem zu packen. Allerdings: Zum Start ist die Auswahl der teilnehmenden Betriebe noch recht überschaubar.

Lieferando arbeitet testweise mit Rebowl zusammen – Ziel? Weniger Müll produzieren. Seeliger

Lieferando: 30 Berliner Restaurants machen bei Rebowl-Pilotprojekt mit

Tatsächlich hat Lieferando in Berlin bisher 30 Betriebe zum Mitmachen beim Rebowl-Mehrwegsystem motivieren können – das wären gefühlt ungefähr so viele Restaurants, wie es an Kastanienallee und Oderberger Straße in Mitte zusammen gibt. In einer Stadt wie Berlin also eher ein überschaubarer Anteil, aber: Irgendwer muss ja anfangen. Und vorerst, das kommuniziert Lieferando auch eindeutig, handelt es sich um ein mehrmonatiges Pilotprojekt. Heißt: Die Tauglichkeit muss erst noch überprüft werden.

Lieferando – der Dienst gehört zur niederländischen Firme „Just Eat Takeaway.com“ und ist außerhalb Chinas führender Online-Marktplatz für Essenslieferungen – bemüht sich seit einiger Zeit um ein grüneres Image. Die Firma bietet Gastronom:innen einen eigenen Webshop, um, passendes Verpackungsmaterial für die Angebote zu ordern (und damit natürlich auch daran mitzuverdienen). Seit 2019 wird in dem Online-Geschäft kein Einwegplastik mehr angeboten, die Speisenanbieter:innen finden umweltfreundlichere Produkte.

Die Rebowls, in denen bei Lieferando bestelltes Essen auf Wunsch ausgeliefert werden kann, können wie die Recups an vielen Orten zurückgegeben werden. Foto: Rebowl/Greta Mager

„Nun erleichtern wir es ihnen gemeinsam mit Rebowl, ihre Kunden in wiederverwendbaren Schalen zu beliefern und sich damit besonders nachhaltig zu positionieren“, sagt Lieferando-Geschäftsführerin Katharina Hauke. „Zur Umstellung auf Mehrwegverpackungen benötigen Verbraucher und Gastronomen ein zirkuläres Pfandsystem, in dem sie geeignete Mehrwegbehälter einfach leihen und zurückgegeben können. Dafür haben wir mit Rebowl den perfekten Partner.” Zum Start stellt Lieferando den teilnehmenden Berliner Restaurants jeweils 40 Mehrwegbehälter zur Verfügung.

Bei Lieferando mit Recup-App-Code bestellen für Pfand-Behälter

So funktioniert es: Zuerst müssen Kund:innen teilnehmender Restaurants in das Kommentarfeld ihrer Bestellung einen Liefer-Token aus der Recup-App einfügen. Daraufhin wird der Pfandbetrag automatisch in der Recup-App verbucht und sie erhalten ihre Lieferando-Bestellung in einer Rebowl. Zurückgeben werden können diese bei mehr als 1.800 Rebowl-Partnern deutschlandweit. Mit der Rückgabe erhalten sie den hinterlegten Pfandbetrag ausgezahlt. 

In Berlin nehmen zum Start folgende Restaurants teil:


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