Essen & Trinken

Marktversperrer

Es ist wieder soweit. Das Wetter ist sonnig und es gibt in der Bundesrepublik die sogenannten Brückentage, das bedeutet: wenig beantragte Urlaubs-tage beim Arbeitgeber, dafür viel Urlaubszeit. Also ist Berlin voller Touristen, die auch den Winterfeldtmarkt in ihren Führern empfohlen bekommen haben. Das kennen die Berliner, das regt kaum noch jemanden auf, wenn die Grüppchen staunend vor den ein­zelnen Ständen stehen und einem den Weg versperren. Aber dass nun auch noch die Einheimischen mit ihren Fahrrädern durch die engen Gänge geschoben kommen? Ist vermutlich einem stressbedingten Ausnahmezustand ­zuzuschreiben. Dass aber die für den Verkehr sehr sinnvolle Errungenschaft eines Doppelsitzers als Anhänger für Kinder jetzt auch noch mitten durch das Markttreiben geschoben wird, das ist Prenzlauer-Berg-Attitüde. Und soll bitte auch weiter in diesem Bezirk bleiben. Oder sollten die schon einmal ­erprobten Kinderwagen-Poller auch in Schöneberg zum Einsatz kommen?

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