Essen & Trinken

May am Ufer in Neukölln

May am Ufer in Neukölln

Eigentlich alles richtig gemacht. Die Lage am Landwehrkanal im aufbruchsamen Dreieck Neukölln, Kreuzberg, Treptow. Die vom Start ab hübsch eingewohnte Atmosphäre, helles Holz, tolle Lampen, geschmackvolle Blumen, nonchalante Stimmigkeit. Dazu fair kalkulierte Alltagsweine, Bier, Kaffee, Kuchen. Wäre, ja, wäre da nicht die Küche. Die an sich winterwunderbare Kombination aus Endivie, Roter Bete und Linse (7 Euro) geriet eindimensional, weil Endivie und Bete buchstäblich von den Linsen erschlagen worden waren. Die Bio-Bolognese (8 Euro) schmeckte, nun ja, hausgemacht – was diesmal nicht als Kompliment gemeint ist. Flach gewürzt, kraftlose Sugo. Vor fünf, sechs Jahren wäre das May als kreuzcharmante Kiezkneipe mit optionalen Sättigungsbeilagen durchgegangen. 2015 kann man in Berlin besser essen.    

Text: Clemens Niedenthal

Foto: May am Ufer

May am Ufer Pannierstraße 32, Neukölln,?Mo–Fr 9–24 Uhr, Sa+So 10–24 Uhr, www.may-am-ufer.de

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