Essen & Trinken

Menü-Dimensionen

BirgitH_pixelio.deEs ist bei Sterneköchen eine Selbst­verständlichkeit, dass sie größte Aufmerksamkeit auf die Dramaturgie ihrer Menüs legen. Ein leichter Start mit ein, zwei Vorspeisen, ein dezenter Zwischengang, dann der Tusch, der Hauptgang, der nur noch das Bedürfnis nach dem Genuss von Desserts übrig lässt. Nunmehr gibt es ein angesagtes Hotelrestaurant, dass ein 16-Gänge-Menü serviert, doch leider knurrt manchen Gästen danach noch der Magen. „Ich will doch als Vorspeise keine drei Walnüsse haben und als zweiten Gang ein Radieschen!“, polemisiert der Gast, der bei einem angesagten Italiener schon nicht mehr den Hauptgang verputzen konnte. Da waren die Portionen nun wieder zu groß. Den Hauptgang hätte auch die Autorin bei einem anderen Italiener lassen sollen. Waren die Vorspeisen noch ok, schwammen die Hauptgänge in Öl, sodass die Hälfte des Essens auf dem Teller liegen bleiben musste. Zusätzlich war der darauffolgende Tag von Magengrummeln gekennzeichnet. Es müssen ja nicht immer Sterne sein, vielleicht schafft ein Probeessen mit dem Service einfache Klarheit, was zu wenig, was zu viel ist.

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Foto: BirgitH (pixelio.de)

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