Essen & Trinken

Milchreis statt Eis

Risum1 Milchreis
Für ein vernünftiges Barkonzept bedarf es immer erst einmal einer Idee. Inhaber Tilman Küttner hatte genau diese auf einem Kurztrip nach New York, genauer: in Little Italy, als er dort das Restaurant
Rice to Riches sah. Dessen Konzept ähnelt einer italienischen Gelateria, mit dem feinen Unterschied, dass Milchreis statt Eis serviert wird. Seit knapp sechs Jahren wird die Süßspeise dort in Geschmacksrichtungen wie Schokolade, Erdbeere, Haselnuss oder Granatapfel mit variantenreichen Toppings und frischen Früchten serviert.

2 Florida-Eis
Auch wenn die Eisportionen im handlichen Plastikbecher verkauft werden, garantiert der Inhalt Handarbeit – die in Spandau ansässige Manufaktur existiert bereits seit über 80 Jahren. Gegründet wurde die Firma 1927 in der Klosterstraße 15 vom Ehepaar Blot­ko, das sein erstes Eis im dama­ligen Kino Concordia verkaufte.

3 Risum’s Delight
Der Cocktail aus Gin, Triple Sec, Sahne, Grenadine und Maracuja ist eine Eigenkreation des Chefs. Triple Sec bezeichnet einen Orangenlikör und ist vor allem unter dem Begriff Curaçao bekannt, der nach der gleichnamigen vor Venezuela liegenden Insel benannt wurde. Die Unterschiede in der Be­zeichnung gehen auf den Alkoholgehalt der jeweiligen Orangenliköre zurück. Triple Sec besitzt einen Alkoholgehalt von mehr als 30 Prozent, Curaçao dagegen um die 20.

4 Logo

Der Schriftzug samt Reispflanze ist ein Entwurf des Berliner Illus­trators und Karikaturisten Meikel Neid. Risum ist das mittellateinische Wort für Reis. Entlehnt wurde der Begriff dem lateinischen Wort oriza, welches wiederum aus dem altindischen Begriff vrihн abgeleitet wurde. In Asien wird Reis seit dem siebten Jahrtausend vor Christus angebaut.

5 Ananas
Die Ananas comosus, so der lateinische Name, gehört zur Familie der Bromeliengewächse und ist in Süd- und Mittelamerika beheimatet. Entdeckt wurde sie 1493 von Christoph Kolumbus auf dessen zweiter Reise nach Amerika. In Europa wurde sie erstmals Anfang des 17. Jahrhunderts angebaut.
 
6 Tresen
Wie so vieles in der Bar wurde auch der Tresen in stundenlanger Kleinstarbeit von Tilman Küttner gebaut. Wie aufwendig das war, zeigt die beachtliche Anzahl an Mosaiksteinen, die aufgetragen wurden: insgesamt 4600 Stück.

Text: Martin Daßinnies

Foto: Jens Berger

Risum Milchreisbar Lychener Straße 4, Prenzlauer Berg, Tel. 63 37 79 08, Di-Do, So 10-22 Uhr, Fr+Sa ab 10 Uhr

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