Essen & Trinken

Mittag in Mitte

Am spannendsten ist Berlin dort, wo Alt und Neu direkt aufeinandertreffen. Überall in Berlin findet man diese aufregende Mischung, selten aber zeigt sie sich so nachdrücklich wie rund um das Regierungsviertel. „Bei einem Spaziergang durch Mitte haben wir den Zollpackhof entdeckt“, schreibt Heike aus Steglitz, „ein nettes Restaurant mit Biergarten direkt an der Spree und mit Blick auf das Bundeskanzleramt. Den müssen Sie mal vorstellen.“

Wir haben Glück: Das Wetter meint es gut und die üppigen Kastanienbäume im Biergarten schützen vor den Sonnenstrahlen. 130 Jahre sollen sie alt sein, werden wir später erfahren, das Gelände um den Zollpackhof sogar noch älter: Bereits im 17. Jahrhundert soll der Hugenotte Menard hier sein beliebtes Ausflugslokal „Menardie“ eröffnet haben, gleichermaßen gern besucht von seinen französischen Landsleuten und der feinen Berliner Gesellschaft. Auch das heutige Publikum ist gemischt. Täglich wird von 11.30 bis 15 Uhr ein neues Mittagsgericht angeboten. Für 8,90 Euro hat man die Wahl etwa zwischen Hähnchen­curry mit Duftreis, Schweine­nackensteak mit Schmorzwiebeln oder Bandnudeln mit Blattspinat, dazu gibt es ein Softgetränk. Treue Kunden belohnen die Betreiber mit einem Bonusheft, dabei richtet sich der Blick wohl eher auf das Regierungsviertel als auf die Laufkundschaft. Doch auch die findet hier überraschend einen grünen Ruheplatz im trubeligen Mitte.

Zollpackhof an der Spree (Elisabeth-Abegg-Straße 1)

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