Essen & Trinken

Kulinarische Asienreise im Ganda


Es könnte einem schwindlig werden: Jedes Fenster des ehemaligen Uhrengeschäfts Weiß am ICC ruft einen anderen Ländernamen wie ein kulinarisches Signal auf: chinesisch, mongolisch, japanisch, thailändisch! Alles in einem Lokal? Da ist eigentlich Vorsicht geboten, aber nicht im Ganda, denn im Inneren vereinen sich die Geschmacksrichtungen zum „asiatischen Buffet“ und steigern sich am Abend gar zum „Erlebnisbuffet“.

Man wählt sich ein paar Sushi-Röllchen und –Kanapees – sie sind gut, aber schlicht –, spült sie mit einer Tasse grünen Tees hinunter, der in einer echten volksrepublikanischen Deckeltasse serviert wird. Dann geht es auf zur zweiten Runde, man entert die warmen chinesischen Gerichte: Ente in mehreren Variationen, kross und mit Knochen, Schweinefleisch mit Gemüse, herausragend das pikante Rindfleisch mit Pfefferschoten oder Vegetarisches wie gewürzter Tofu mit Gemüse, natürlich auch Fisch und Shrimps in unterschiedlicher Zubereitung.

Das Ziel der nächsten Runde ist der mongolische Grill. An einem Buffet sucht man sich die rohen Zutaten zusammen: jede Menge verschiedener Fleischsorten, fein geschnitten, daneben thailändisches Pak Choi, köstliche Duftpilze, Fische in dünnen Scheiben, auch wieder Shrimps, diesmal noch roh. Hinter seiner großen Grillplatte wartet der Koch auf die Anlieferung. Aber bevor er loslegt, muss man auf einem Zettelchen eine von acht Saucen ankreuzen wie Ingwer-Zwiebel, Erdnuss, Hoisin oder Süß-Sauer – und mit seiner Wahl bestimmt er die Geschmacksrichtung.

Das fertige Gericht wird in Windeseile am Tisch serviert. Passt noch etwas? Unbedingt noch eine Biege zur Salattheke machen und einen kleinen Teller Salat aus Sojakeimlingen, Tang und Sesam sichern oder zur Zungenreizung noch ein Schälchen mit dem scharfen koreanischen Kimchi beladen. Frisches Obst, Obstsalat, Eiscreme, alles da. Das Ganda ist ein unprätentiöses, preiswertes Familienrestaurant. Kulinarische Ländergrenzen verschwinden, wenn sich Thai-Gemüse mit China-Ente mischt, Hauptsache, es schmeckt. Und wer hilflos vor der Vielzahl an Möglichkeiten steht, fragt einfach Jonny, das ist der Restaurantmanager aus Hongkong. Betreiber des Ganda ist die Handelsgesellschaft Doppelte Neun, das verspricht doppeltes Glück.

Text: Margit Miosga

Beste Wahl für Gruppen und Großfamilien:
das Abendbuffet

Beste Wahl für kleine Geldbeutel:
Happy-Hour-Buffet für 7,50 Euro, Mo-Fr 14.30-17.30 Uhr

Ganda Neue Kantstraße 16, Charlottenburg, Tel. 36 41 05 85; S-Bhf. Messe Nord/ICC; tgl. 12-23 Uhr

Erlebnisbuffet ab 18 Uhr 13,90 Ђ, für Kinder bis 11 Jahren 8,90 Ђ

Asia-Mittagsbuffet ab 12 Uhr 9,50 Ђ, für Kinder bis 11 Jahre 4,50 Ђ

Softdrinks ab 2,10 Ђ, Bier 2,60 Ђ, Wein (0,2 l) ab 4,50 Ђ

Rauchen vor der Tür

Mehr über Cookies erfahren