• Essen & Trinken
  • Treffpunkt für die Nachbarschaft: Das Monu ist die ideale Kiezbar

Essen & Trinken

Treffpunkt für die Nachbarschaft: Das Monu ist die ideale Kiezbar

Das Monu in der Monumentenstraße ist ein herzlicher und unkomplizierter Treffpunkt für die Nachbarschaft, ob zum Americano am Vormittag, für eine Stulle zum Lunch oder für das hervorragende Gebäck von La Maison.

Ine Haesaert und Vivian Kuper haben zusammen das Monu aufgemacht. Foto: tipBerlin/Clemens Niedenthal

Das Monu schließt eine kulinarische und soziale Lücke im Kiez

Ine Haesaert und Vivian Kuper hatten es nicht weit bis zur eigenen Bar. Schräg unter ihrer Wohnung in der Kreuzberger Monumentenstraße stand ein Ladenlokal seit Jahren leer. Aber dann brauchte es doch noch viele Gespräche mit Berliner Behörden und einige Tage im Bauaktenarchiv, bis auch alle davon überzeugt waren, dass hier zwischen Kreuzberg und Flaschenhalspark doch eine kleine Bar fehlen würde. Für den Americano am Vormittag, für eine Stulle zum Lunch, für das hervorragende Gebäck von La Maison, das es von nun an eben auch in der Monumentenstraße gibt. Für gute, handwerklich gemachte und naturnah ausgebaute Weine, deren glas- und flaschenweise Preise dennoch kiezkneipenkompatibel bleiben.

Für das frisch gezapfte Kellerbier von Fürst Wiacek aus Siemensstadt und für Oliven, Käse und leckere Kleinigkeiten, ob nun zum Apéro oder für den späten Hunger nach dem dritten Glas. Und für gute, beiläufig-lässig gemixte Cocktails wie den  jahreszeitlichen Amaro-Spritz – schließlich sind Haesaert und Kuper schon seit Jahren als mobiles Cocktail-Kollektiv Phoebe and the Gang unterwegs.

Am allermeisten aber braucht es diese unaufgeregte, zeitgenössische und, ja, auch coole Bar, weil sie der Nachbarschaft schon nach wenigen Wochen zum Ankerpunkt geworden ist. Weil sie der Gegend um die Monumentenbrücke ein Kiezgefühl gibt.

Das Monu ist mit Flohmarktfundstücken ausgestattet. Foto: tipBerlin/Clemens Niedenthal

Sie habe schon das Gefühl, sagt die gebürtige Belgierin Haesaert, „dass das hier eigentlich eine tolle und auch durchaus zentrale Ecke der Stadt ist, umgeben von mehreren Parks, dazu direkt am Übergang von Schöneberg und Kreuzberg“. Die spektakuläre Produktküche im Aerde am Lokdepot, die Herbst Bar, Cocktailkompetenz in Kneipenatmosphäre, und nun eben das Monu – tatsächlich will die Monumentenstraße auch kulinarisch unbedingt entdeckt werden. Zumal, wenn die Nachmittagssonne die Weingläser auf der Trottoirterrasse zum Glitzern bringt. 

Ein Lieblingsort auch für Nachbar:innen aus allen anderen Ecken der Stadt

Die beiden Betreiberinnen, die auch privat ein Paar sind, haben das Monu in sechs intensiven Monaten komplett selbst renoviert und umgebaut, nach einem Entwurf und mit Flohmarkfundstücken von Vivian Kuper. Das Ergebnis erinnert weder an eine der typischen Neuköllner Flohmarktkneipen noch an eine generisch-austauschbare Cocktailbar. Das Monu ist ein Ort mit Herz, Stil und sehr viel Selbstverständlichkeit. Egal, ob man sich nun mit Freund:innen auf einen Kaffee trifft oder sich entdeckungsdurstig durch die  wechselnde Weinauswahl trinkt. Ein Lieblingsort auch für Nachbar:innen aus allen anderen Ecken der Stadt.

  • Monu Monumentenstr. 27, Kreuzberg, Mi–So 10–22 Uhr, bei Instagram

Mehr zum Thema

Berlins erste Naturweinkellerei: Nature’s Calling in Reinickendorf. Kann Tim Raue die hohen Erwartungen an sein neues Restaurant erfüllen? So isst es sich im The Sphere im Fernsehturm. Ihr wollt euch nach Paris träumen? Das Jolie Bistro ist auf eine lässige Art perfekt. Sie ist wieder da und hat sich neu erfunden: Die Gärtnerei serviert nun Wohlfühlteller und gutes Schnitzel. Mezze im Kino: Sinema Transtopia hat mit Meyhane ein Food-Konzept auf die Beine gestellt. Ein Dampfschiff im Museumshafen: Wir haben Spree Fumée besucht. Unprätentiös und radikal traditionell: Hanuman feiert das Thaicurry. Exzellente Küche, herzliche Gastfreundschaft: Boii Boii steht für zeitgenössische Thai-Cuisine. Immer Neues zu Essen und Trinken in Berlin findet ihr hier. Berlins Food-Guide 2025: Bestellt hier unsere Speisekarte. In der historischen Kirche St. Elisabeth feiern wir und der Feinkosthändler Viani vom 5. bis 7. September 2025 Frizzante – das italienischste Wochenende des Jahres

Berlin am besten erleben
Dein wöchentlicher Newsletter für Kultur, Genuss und Stadtleben
Newsletter preview on iPad