Jiddische Foodweek

Nosh Festival

Das Nosh Festival ist wie ein Pastrami-Bagel – eine runde Sache

Oma Bella Filmstill Alexa Karolinski

Diese Stadt kennt Food Festivals, Street Food Festivals und sogar ein Food Art Festival. Dazu kommt nun noch ein Festival, das sich ganz und gar der jüdischen kulinarischen Kultur verschrieben hat. Das ist ein Massel für Berlin – auch, weil die Macher und Macherinnen von Nosh Berlin (Nosh ist Jiddisch und heißt so viel wie Snack) ihr Thema weit fassen. Kochkurse und Supper Clubs, der wunderbare gleichnamige Dokumentarfilm über die kulinarisch begeisternden Berlinerinnen Oma & Bella (Foto), und am Sonntag dem 19. März ein ganz der jüdischen Esskultur gewidmeter Breakfast Market in der Markthalle Neun: Das alles ist Teil einer „Week of Wonderful Jewish Food“, sie dauert vom 19. bis zum 26. März.
Dass dieses Festival Englisch spricht, hat mehrere Gründe. Zum einen steht die us-amerikanische Ostküste noch immer archetypisch für eine jüdische Esskultur. Wenngleich das Pastrami auf dem Bagel küchenhistorisch betrachtet ja aus Rumänien kommt. Zum anderen ist Laura Kratochvila, Initiatorin von Nosh Berlin, selbst in Boston, Hauptstadt des Bagels, aufgewachsen. „In einer total normalen säkularen jüdischen Familie.“ In Berlin angekommen, hat sie den Bagel zum Broterwerb gemacht.  Fine Bagels heißt ihr Sandwichprinzip, zu finden im englischsprachigen Buchladen Shakespeare and Sons in der Warschauer Straße 74 in Friedrichshain. Naheliegend also, dass zum ersten jüdischen Food Festival Berlins auch ein paar (Koch-)Buchpräsentationen gehören.

Nosh Berlin Knapp zwei Dutzend Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten, darunter das Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz, Goldhahn & Sampson und die Markthalle Neun. 19. bis 26. März, das komplette Programm unter www.noshberlin.de

Mehr über Cookies erfahren