Essen & Trinken

Promisichtung

gerhard-schroederHeute ist mal an dieser Stelle etwas Positives zu vermelden. Der Berliner ist absolut souverän und auch großstädtisch – wenn es um Prominenz geht, und wenn diese am Nebentisch sitzt, speist und trinkt und sich auch sonst amüsiert. Keiner greift zum Handy, macht Fotos von unserem ehemaligen Bundeskanzler zum Beispiel, der mit seiner Stieftochter und einem Journalisten sich einen schönen Abend in einer Rotisserie in der Nähe des Kupfergrabens macht. Die Bodyguards von Schröder und deren Trinkgewohnheiten wurden mehr beobachtet als das Verhalten des entspannten Gasprom-Mannes. Deswegen mag nicht nur die hiesige Politprominenz diese Stadt. Auch die echte Filmprominenz schätzt diese berlintypische Ignoranz. Wenn es jedoch keine Touristen gebe, dann würde kaum jemand mitkriegen, wo Nora Tschirner einkauft, Tarantino seine Drinks nimmt oder Brad Pitt sein Steak isst. Denn Touristen kennen keine Diskretion – vielleicht weil sie so selten jemanden live und nicht auf der Leinwand oder via TV mitbekommen. Huch, es sollte doch dieses Mal nur etwas Positives zu vermelden sein. Also Touristen, geht in Restaurants, haltet den Mund und sagt nicht laut „Das ist doch …“, genießt still die prominente Nachbarschaft und den Daheimgeblieben erzählt ihr dann: Ich habe mit Schröder zu Abend gegessen. Das macht sich gut! 

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